Markus Heinzelmann lässt sich freistellen.
Markus Heinzelmann lässt sich freistellen. (Foto: Archiv)
Marc Eich

Die Reform mit der Schaffung des neuen Amtes für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz muss eine neue, unerwartete Hürde nehmen. Der Grund: Auch die Abteilungsleitung „Brand- und Zivilschutz“ ist ab dem 1. Juni vakant. Denn Markus Heinzelmann, der die Stelle seit einem halben Monat besetzt, lässt sich versetzen. Über die Gründe wird in Feuerwehrkreisen heftig diskutiert.

Es ist eigentlich ein intelligenter Zug, den die Stadtverwaltung im Zusammenhang mit der schwierigen Suche nach einem Nachfolger für Kommandant Ben Bockemühl vollzogen hat: Zur Stärkung und Gewinnung von Synergieeffekten wurde zum 1. April ein Amt für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz (FBZ) gegründet, bei dem laut Stadt „die einschlägige Fachkompetenz bezüglich des Brand- und Zivilschutz es sowie des vorbeugenden und des abwehrenden Brandschutzes im Bereich Brandverhütungsschau gebündelt wird“. Infolge dieser Reform hat der neue Kommandanten (für die Stelle gingen bislang vier Bewerbungen ein) zugleich den Posten des Amtsleiters inne – einhergehend mit einer höheren Besoldung (Besoldungsgruppe A14, angefangen bei einem Monatsgehalt von 4500 Euro).

Auf ähnliche Weise hatte übrigens die Feuerwehr Ludwigsburg Bockemühl abgeworben – denn dieser ist dort zugleich Leiter seines eigenen Fachbereichs. An zweiter Ebene unter dem FBZ-Leiter sind die Abteilungen Freiwillige Feuerwehren, Feuerwehr (mit Verwaltung und Gerätewarte) sowie Brand- und Zivilschutz (Vorbeugender Brandschutz, Einsatzplanung) angegliedert. Während die Freiwilligen Feuerwehrabteilungen durch ihre jeweiligen Abteilungskommandanten vertreten werden, ist für die Abteilung Feuerwehr Michael Reimer zum 1. April eingesetzt worden. Zur gleichen Zeit trat auch Heinzelmann seine Stelle als Leiter der Abteilung Brand- und Zivilschutz an – von der er sich nun wieder freistellen lässt.

Madlen Falke, städtische Pressesprecherin, bestätigt: „Die Stelle von Markus Heinzelmann wird zum 1. Juni vakant, da er sich als gewähltes Personalratsmitglied von seiner bisherigen Tätigkeit freistellen lässt.“ Die Stelle werde wieder ausgeschrieben – hierfür jemanden Geeignetes zu finden ist aufgrund des Fachkräftemangels jedoch kein leichtes Unterfangen. In Feuerwehrkreisen sieht man aufgrund dieser kurzfristigen Entscheidung zugleich einen Zusammenhang zwischen den vergangenen Querelen der Schwenninger Feuerwehrabteilung mit Heinzelmann. Denn da der Ex-Kommandant die Stelle im Schwenninger Gerätehaus antreten muss, sei der Unmut wohl groß gewesen. Heinzelmann selber widerspricht diesen Gerüchten auf Anfrage: „Ich habe ein sehr starkes und deutliches Votum aus der Beamtenschaft bei den Personalratswahlen erhalten. Es wäre jetzt unfair diesem Auftrag nicht nachzukommen.“

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