Bei der Kulturnacht präsentierte sich die Stadt bunt und facettenreich
Bei der Kulturnacht präsentierte sich die Stadt bunt und facettenreich (Foto: Roland Sigwart)
sbo

Die Kulturnacht 2019 ist Geschichte. Für Veranstalter und Teilnehmer heißt es nun, Bilanz zu ziehen, damit es im kommenden Jahr wieder ein rauschendes Fest geben kann.

Die 14. Lange Kulturnacht am vergangenen Samstag ging tatsächlich lange – so berichtet es Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier. Zum ersten Mal hatten die teilnehmenden Gastronomen die Möglichkeit, ihren Außenbetrieb bis 3 Uhr nachts und somit eine Stunde länger als gehabt zu führen.

„Das Angebot ist gut angenommen worden“, so Dobmeier. Die Stadt sei zwar nicht mehr voll gewesen, doch rund um das Vogtshaus mit Irish Pub und Bierakademie, in der Uhlandstraße sowie am Eiscafé Gianotti hätten vor allem jüngere Besucher noch weiterfeiern wollen. Die verkürzte Sperrzeit habe die Situation für die Gastronomen entspannt. „Sie konnten es länger auslaufen lassen.“ Nach der vorgegebenen Sperrzeit sei der Kommunale Ordnungsdienst unterwegs gewesen. „Alle Gastronomen haben sich an die Auflage gehalten und pünktlich den Betrieb und die Musik eingestellt“, sagt der Kulturamtsleiter, der davon ausgeht, dass die Sperrzeit im kommenden Jahr durch die gute Resonanz beibehalten werden kann.

Auch Michael Steiger, Geschäftsführer des Irish Pubs, zeigt sich zufrieden mit der verkürzten Sperrzeit. „Wir waren froh, dass wir die Gäste bis drei Uhr draußen bewirten konnten“, berichtet er. Eine Stunde eher sei Samstagnacht für die gute Resonanz zu früh gewesen. So hofft auch er, dass die Verkürzung der Sperrzeit etabliert werden kann. „Die Uhrzeit hat Maß und macht Sinn“, sagt er.

Von einer „vernünftigen Lösung“ spricht zudem Bierakademie-Chef Lothar Anders. Es sei viel los gewesen, gegen später seien noch drei Tische besetzt gewesen. „Es war angenehmer für uns.“ Pünktlich um 2.55 Uhr konnte er die Terrasse schließen.

Eine weitere Neuerung bei der 14. Kulturnachtsausgabe war im Zuge des Sicherheitskonzepts die separate Laufzone auf dem Muslenplatz. Mag sich zu Beginn der eine oder andere über den Nutzen gewundert haben, wurde dieser ihm spätestens beim Auftritt der Band Goodfellas klar: Während die Menschenmasse in Richtung Bühne stand, konnten diejenigen, die den Platz einfach nur überqueren wollten, bequem und ohne Stau durch die Laufzone gehen. „Das war ein Ergebnis aus der Erfahrung der vergangenen Jahre“, erklärt Andreas Dobmeier. Der Laufweg müsse sogar so breit sein, dass ein Rettungswagen durchpasst.

Sicherheitskonzept ist aufgegangen

Das Sicherheitskonzept sei sehr gut aufgegangen. „Inzwischen ist es allumfassend, mehr Sicherheit kann man eigentlich nicht mehr bieten“, so der Kulturamtsleiter in Bezug darauf, dass es während des Festes keine Vorkommnisse gab und friedlich miteinander gefeiert wurde.

Kritik war von den Besuchern hier und da trotzdem zu hören. Etwa, dass der letzte angekündigte Beitrag im Mauthepark um 0.15 Uhr, der Singer-Songwriter Salomon, einfach nicht gekommen sei. „Wozu zahle ich zwölf Euro, wenn ich ihn nicht hören kann?“, fragt ein junger Besucher enttäuscht. „Das ist bedauerlich, davon wussten wir auch nichts“, sagt der Kulturamtsleiter.

Zudem sorgte für Ärgernis, dass nicht an allen Eingängen, an denen ohne Eintrittsbändel kein Durchkommen war, dieses auch verkauft wurde, so unter anderem an der Kontrolle in der Muslen Richtung kleinem Hockenplatz. Apropos Eintrittsbändel: Hier stieß manch einem der um zwei Euro erhöhte Eintrittspreis sauer auf, wenngleich Schüler und Studenten erstmals nur den halben Preis zahlen mussten „Man muss sehen, was alles dranhängt“, erklärt Dobmeier, „von den angemieteten Gittern für die Sicherheitsmaßnahmen bis hin zur Straßenreinigung im Anschluss.“ Kritik, der sich das Kulturamt jedes Jahr aufs Neue aussetzen muss.

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