In die Natur einfügen soll sich das Green Hotel Neckar entlang der Salinenstraße. Die Pläne zeigen auch viel Grün, das angelegt
In die Natur einfügen soll sich das Green Hotel Neckar entlang der Salinenstraße. Die Pläne zeigen auch viel Grün, das angelegt werden soll. Repro: Schlenker Architekten (Foto: Repro: Schlenker Architekten)
Sabine Streck

Was vor einem halben Jahr erst einmal eine gute Idee war, nimmt jetzt konkrete Gestalt an. Die Stadt Villingen.Schwenningen hat die Baugenehmigung für das Green Hotel Neckar in der Salinenstraße erteilt.

Auf dem Gelände des Landhauses wird ein Biohotel entstehen. Jetzt liegen die genauen Pläne für das Gebäude mit den 81 Zimmern auf 3000 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Etagen über dem Erdgeschoss, den 50 Parkplätzen, 20 Fahrradstellplätzen sowie Aufladestationen für Elektroautos und E-Bikes vor. Für das Projekt mit den erschwinglichen Preisen und dem ökologischen Ansatz wurde eigens die Green Hotel Neckar GmbH gegründet. Geschäftsführer der Gesellschaft sind Gunther Jauch und Ronan Doran, ebenfalls Geschäftsführer des Central Hotels VS-Schwenningen. Gesellschafter der GmbH sind die Meder Vermögensverwaltung und die Doran-Hotel-Betriebs GmbH. Ronan Doran wird das Biohotel betreiben.

Dies ist Gunther Jauch wichtig, denn eine Hotelkette komme nicht in Frage. Das Grundstück, auf dem das neue Hotel entsteht, ist im Eigentum der Meder Vermögensverwaltung. Die Investorenfamilie gehe mit Herzblut an das Objekt heran, erklärte Jauch. Er geht von einer einjährigen Bauzeit aus. Start soll im nächsten Jahr sein. Mit dem Abriss des alten Landhauses, in dem sich noch das Internat des SERC-Nachwuchses und ein Fitness-Studio befinden, werde erst Ende des Jahres begonnen. Zum einen sei der Rückbau des Gebäudes so nahe an der Naturschutzzone des Schwenninger Mooses zwischen März und September aufgrund von Brutplätzen und verschiedener Tierpopulationen nicht möglich, zum anderen werde gerne Rücksicht auf die Eishockeynachwuchsspieler genommen, meinte Gunter Jauch.

Für sie baut Werner Wohnbau nämlich am Vorderen See ein neues Internat. Da werde es dann einen nahtlosen Übergang geben. Ursprünglich war der Rückbau des Altgebäudes für dieses Frühjahr geplant, aber wegen der Naturschutzthemen und der sich daraus ergebenen Einbeziehung des Landratsamtes in die Baugenehmigungsphase sei dies eine recht komplizierte Sache gewesen. Gunther Jauch lobte jedoch ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Behörden. „Wir können uns überhaupt nicht beschweren.“ Die städtische Verwaltungsspitze sei von Anfang an in die Planungen einbezogen worden, so dass es einen guten Gedankenaustausch gegeben habe, meinte Jauch weiter.

Noch nicht entschieden sei, ob ein Generalunternehmer beauftragt werde. Sicher sei jedenfalls, dass tendenziell regionale Unternehmen beschäftigt werden sollen. Dies sei mit dem planenden Architekten Uwe Schlenker vereinbart worden.

Die Nähe zum Eisstadion und zum Moos sind für Jauch und Ronan Doran Standortvoteile für das Hotelkonzept. Zum einen sollen Eishockeyvereine angesprochen werden, die nach VS-Schwenningen zum Training kommen, zum anderen sieht Jauch in Schulklassen ein ideales Klientel. Mit dem Konzept sei das Green Hotel Neckar zu jeder Jugendherberge konkurrenzfähig. Ihm schwebt eine Kooperation mit dem Umweltzentrum vor. Durch die Ringzughaltestelle in unmittelbarer Nachbarschaft könnten die Schüler problemlos die ganze Stadt erkunden. Damit werde die Voraussetzung für einen perfekten Schullandheimaufenthalt geschaffen. „Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Aufenthalt für Schulklassen attraktiv zu machen.“ Dazu zählt auch die Möglichkeit, die Zimmer flexibel einzuteilen. So können je nach Bedarf die Zimmer für Einzelbelegungen oder als Vierer-Zimmer verändert werden.

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