Genuss pur bei der Whiskymesse

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 Whisky ist längst nicht mehr nur Männersache. Auch die Frauen schätzen einen edlen Tropfen.
Whisky ist längst nicht mehr nur Männersache. Auch die Frauen schätzen einen edlen Tropfen. (Foto: Heinig)
Birgit Heinig

Man konnte ihn riechen – den Teil des Whiskys für die Engel, den „Angels’ Share“, der bei der Fasslagerung des Gerstendestillates verdunstet. Die Neue Tonhalle, die „Hall of Angels’ Share“, war einmal mehr zwei Tage lang erfüllt von diesem Duft.

Zeitweise drängten sich die Whiskyliebhaber und die, die es noch werden wollen, an den Ständen von 40 Anbietern aus Schottland, Irland, Wales, auch aus Schweden, der Schweiz, aus Frankreich und Deutschland, verkosteten dabei nicht nur die 1000 dargebotenen Whiskysorten – von namhaften Abfüllern bis hin zu kleinen und familiären Herstellern –, sondern genossen auch Rum, Gin, Edelbrände, Cocktails und Cognac.

Vor den Toren der Tonhalle dampfte es bei der Riegger-Whiskymesse zudem aus den Sitzecken in der Bugge-Zigarren-Lounge, dort gab es auch Bier und Kaffee, und mancher Besucher gönnte seinem Magen mit Snacks und schokoladigen Köstlichkeiten die passende Grundlage oder lauschte den „Pipes&Drums“-Ständchen der Caverhill Guardians aus Schramberg.

Genuss pur war also angesagt, entsprechend entspannt und gut gelaunt zeigte sich das Publikum, zumal es mit dem Snifter, das im Eintrittsgeld enthaltene Whiskyglas, gerne praktisch um den Hals gehängt, und der messeeigenen Währung, dem „Angels’ Pound“ in eine eigene Welt abtauchte.

Das gut 40-köpfige Team des 2013 gegründeten Whiskyclubs „Black Forest“ war auch wieder vor Ort und schenkte die hellgelben bis bernsteinfarbenen Tropfen der „Rieggers Selection“ aus, die das Familienunternehmen als unabhängiger Abfüller von Single Malts im eigenen Warehouse zur Reife bringt. „Fassfinish“ nennt das der Insider. Auch diesmal standen außerdem wieder zwei ausgesuchte Fässer zur limitierten Abfüllung bereit.

„Es kommen jedes Jahr mehr Besucher, auch aus dem Ausland“, stellte Sebastian Lauinger mit Genugtuung fest. Auffallend sei das stetig steigende Interesse am Rum, so Lauinger weiter. Verglichen mit der ersten Whiskymesse 2014, schauten fast sechsmal so viele Besucher in der dem Produkt aus Zuckerrohrsaft oder Melasse gewidmeten Lounge vorbei. Auf große Resonanz stießen die Whisky-Tastings, die während der Messe sowohl in der Konferenzetage der Neuen Tonhalle als auch in der ehemaligen Riegger-Weinstube in der Niederen Straße direkt von den Herstellern angeboten wurden und nicht nur mit feinsten Whiskys, sondern auch mit Fachwissen lockten.

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