Die Tage der neuapostolischen Kirche in Villingen sind gezählt. Den letzten Gottesdienst in der Langstraße 11 feiert die Gemein
Die Tage der neuapostolischen Kirche in Villingen sind gezählt. Den letzten Gottesdienst in der Langstraße 11 feiert die Gemeinde am Mittwoch, 8. Januar. Die künftigen Gottesdienste sind in Schwenningen in der Schopfelenstraße. (Foto: Ziegler)
sbo

Die neuapostolischen Gemeinden in Villingen und Schwenningen fusionieren. Sie werden zur neuen Gemeinde Villingen-Schwenningen zusammengeführt. Den letzten Gottesdienst in Villingen feiert die Gemeinde am Mittwoch, 8. Januar, ab 20 Uhr in der Langstraße 11 gemeinsam mit der Gemeinde Schwenningen, teilt Helwin Ziegler, Bezirksbeauftragter für Öffentlichkeitsarbeit, mit.

Zu Gast ist Apostel Martin Schnaufer, Leiter des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen. Auch Freunde und Nachbarn sind willkommen. Ab Sonntag besuchen die Mitglieder der Gemeinde Villingen dann die Gottesdienste in VS-Schwenningen. Durch die demographische Struktur der Gemeinde könne das Angebot für Kinder und Jugendliche nicht mehr in gewünschtem Umfang bereitgestellt werden, erklärt Ziegler. Die Kirchenleitung habe die Fusionsentscheidung nach einer Mitgliederbefragung getroffen, in der sich die Gläubigen dafür ausgesprochen hätten, die Gemeinden zusammenzulegen.

Natürlich sei diese Fusion auch mit etwas Wehmut verbunden, doch schaue die neue Gemeinde mit Freude und Zuversicht in die gemeinsame Zukunft. Künftig könnten die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Zusammenlegung mit der Gemeinde Schwenningen ermögliche ein vielfältigeres Gemeindeleben, besonders bei Angeboten für die Kinder, Jugend und Senioren. Auch die Mitglieder des Kirchenchors werden in Zukunft im gemeinsamen größeren Kirchenchor singen.

Die neuapostolischen Christen in Villingen kamen ab 1909 zu den Gottesdiensten zunächst in einer Wohnung zusammen. Später trafen sie sich in einem Kellerraum in der Friedrichstraße. Als dieser Raum gekündigt wurde und die Gemeinde keine neue Bleibe fand, entschied man sich 1924, in der Langstraße zu bauen. 1977 war es erforderlich, das Platzangebot durch einen Umbau zu vergrößern. Was mit diesem Kirchengebäude geschehen wird, steht noch nicht fest.

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