Michael Pohl

Je lauter der Hilfeschrei, desto schneller die Reaktion? Sollte es so sein, dann waren die Beschwerden der Einzelhändler am Marktplatz in VS-Schwenningen nun offenbar laut genug. Denn die Stadt reagierte und hat neue Verkehrsschilder platziert.

Die Hartnäckigkeit der Schwenninger Einzelhändler, die ihre Geschäfte rings um den Marktplatz betreiben, scheint sich auszuzahlen. Nachdem in dieser Woche ein gesondertes Treffen von Betroffenen stattgefunden hatte und zudem in der Gemeinderatssitzung am Dienstag über die Sorgen der Gewerbetreibenden diskutiert wurde, folgten in den vergangenen Tagen erste Reaktionen.

An der Absperrung in der Sturmbühlstraße stehen neue Schilder, die explizit auf die Erreichbarkeit des Einzelhandels am Marktplatz sowie in der Marktstraße hinweisen. Außerdem wird die Umleitungsregelung nicht mehr nur durch die gewohnten gelben Schilder angezeigt, sondern durch Zusatzschilder mit der Aufschrift „Zufahrt Gartenstraße/Bürkstraße möglich“ erläutert.

Die scheinbare Unerreichbarkeit der Geschäfte hatten die Inhaber in der Vergangenheit und jüngst beim Treffen am vergangenen Montagabend massiv beklagt. Wie die städtische Pressesprecherin Madlen Falke auf Anfrage mitteilt, sind die Schilder die erste der geplanten Maßnahmen, um die Situation zu verbessern. „Natürlich werden wir hellhörig, wenn es Beschwerden gibt“, versichert Falke. Dass dies aus Sicht der Einzelhändler allerdings deutlich zu lange dauerte, ist längst kein Geheimnis mehr.

Dennoch keimt wieder Hoffnung auf, dass die mehr als ernste Situation der Händler mit städtischer Hilfe verbessert wird. Hilfreich ist dabei sicherlich auch die Tatsache, dass die Bildackerstraße nach Abschluss der Kanalarbeiten nun wieder befahrbar ist und somit der Marktplatz über die Gartenstraße angefahren werden kann. Geschäfte, wie das „Casa Moda“ und der „Lollipop Kindershop“ dürften von der direkten Zufahrt jedenfalls profitieren.

Wie Madlen Falke andeutet, sollen weitere Schritte folgen: „Es werden die von der CDU-Fraktion im Gemeinderat vorgeschlagenen Maßnahmen geprüft und in Betracht gezogen. Wir wollen unsere Einzelhändler nicht im Regen stehen lassen.“ Welche konkret umgesetzt werden können, sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht klar.

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