Die CDU-Kandidaten aus Villingen-Schwenningen für den Gemeinderat und den Kreistag sind gewählt.
Die CDU-Kandidaten aus Villingen-Schwenningen für den Gemeinderat und den Kreistag sind gewählt. (Foto: Heinig)
Birgit Heinig

50 stimmberechtigte Mitglieder des CDU-Stadtverbands haben in Ewald-Huth-Saal des Münsterzentrums in Villingen die Kandidaten für Gemeinderat und Kreistag gewählt. Eine „attraktive und lebendige“ Liste habe man zusammenbekommen, begrüßte Vorsitzender Klaus Martin zum Vorstellungs- und Abstimmungsmarathon.

Mit 13 Frauen steigere man den weiblichen Anteil gegenüber 2014 um drei Gemeinderatskandidatinnen. Der jüngste Kandidat für den Stadtrat, Andreas Straßacker, ist 23, der älteste, Karl Hirt, 68 Jahre alt. Mit Michael, Franziska und Stephan Rothfelder stellt sich gleich eine ganze Familie – Vater, Tochter und Sohn – zur Wahl.

Zugleich haben sich fünf verdiente Gemeinderäte entschlossen, nicht mehr zu kandidieren: Bernd Hezel war 35 Jahre lang im Ehrenamt, Renate Breuning 25, Jürgen Jauch und Antonio Piovano je zehn und Gunther Dreher fünf Jahre. Eine „nicht leicht zu bewältigende Zäsur“, wie Martin fand. Beeindruckend sei, so der Versammlungsleiter, Bundestagsabgeordnete, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Bundestag und Kreisvorsitzende Thorsten Frei, wie viel „Bürgerstolz“ die Liste widerspiegele. „Sie wissen alle: Eine tolle Stadt gibt es nicht zum Nulltarif“.

Mit drei Neinstimmen und zwei Enthaltungen entschied sich die Versammlung für eine Liste in alphabetischer Reihenfolge mit der Folge, dass der amtierende stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dietmar Wildi auf Platz 38 landete.

Bei der Liste der Kreistagskandidaten entschied sich die Mehrheit dafür, OB Jürgen Roth und Bürgermeister Detlev Bührer auf die Plätze eins und zwei zu setzen und dann alphabetisch fortzufahren. Die Namen der Kandidaten für den Gemeinderat lauten: Veronique Marie Ballof, Friedrich Bettdecken, Bernd Bichl, Gaetano Cristilli, Carsten Diesperger, Gundula Ettwein, Martin Fetscher, Gudrun Furtwängler, Michael Heimerl, Bernd Herner, Beatrice Hesselbach, Ulrike Hettich-Widmann, Karl Hirt, Katharina Hirt, Friedemann Kawohl, Diana Kern-Epple, Christian Krauss, Klaus Martin, Christian Meßmer, Roland Meßmer, Annette Müller, Hans-Jürgen Neumann, Maria Noce, Raphael Rabe, Viola Rothe, Franziska Rothfelder, Michael Rothfelder, Stephan Rothfelder, Dirk Sautter, Marianne Schiller, Stefanie Schmid, Friedhelm Schulz, Sascha Schulz, Andreas Straßacker, Thorsten Thebert, Thomas Vosseler, Martin Weidinger, Dietmar Wildi, Wolfgang Wurbs und Wolfgang Zimmermann. Ersatzkandidaten sind Volker Bausch und Markus Lauffer.

Für den Kreistag kandidieren Jürgen Roth, Detlev Bührer, Elke Bettdecken, Bernd Bichl, Thomas Ettwein, Gudrun Furtwängler, Thomas Herr, Bernd Hezel, Katharina Hirt, Friedemann Kawohl, Klaus Martin, Christian Meßmer, Peter Metzger, Stephan Niggemeier, Maria Noce, Antonio Piovano, Stephan Rothfelder, Dirk Sautter, Marianne Schiller, Dieter Sirringhaus, Thorsten Thebert und Uwe Wintermantel.

Rede von OB Jürgen Roth

Die Nominierungsversammlung des CDU-Stadtverbands Villingen-Schwenningen nutzte Oberbürgermeister Jürgen Roth, um sich bei den Mitgliedern für die erfolgreiche Unterstützung bei seinem Wahlkampf zu bedanken. Nach rund 60 Tagen im Amt haben sich für ihn, wie er fortfuhr, drei große Themenbereiche ergeben: Bildung, Straßen und Wohnen. Kindergartenplätze müssen geschaffen und der Instandhaltungsrückstau in der Schullandschaft angegangen werden. Straßensanierungen erfordern ein strategisches Vorgehen mit der Frage: Müssen zugleich Kanäle für Breitband, Gas und Wasser gelegt werden oder reicht das Dünnschichtverfahren als Ausbesserung der Oberfläche? Die Schaffung sozialverträglichen Wohnraums müsse mit der „anstrengenden“ Arbeit einhergehe, sich mit Bauträgern über deren verständlichen Wunsch nach Gewinnmaximierung hinweg zu einigen. Weitere „kleine Themen mit großer Wirkung“ will Roth ebenso nicht außer Acht lassen: Sicherheit, Sauberkeit, Innenstadtbelebung, öffentlicher Personen-Nahverkehr und schließlich die Zusammenführung der 14 städtischen Dienststellen – „das muss nicht an einem Ort sein“. Dem „Umbau der Ämter“ müsse ein „Umbau des Denkens“ vorausgehen, ein Prozess, den Oberbürgermeister Roth mit dem Richtungswechsel eines Tankers verglich, „das braucht seine Zeit“. Insgesamt möchte der neue OB Villingen-Schwenningen samt Bindestrich „neu begreifen“ und die elf Teilorte mit jeweils eigener Geschichte und Kultur als Mehrwert sehen.

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