Der Blitzeranhänger, hier das Leihgerät der Stadt VS, hat bislang ganze Arbeit geleistet.
Der Blitzeranhänger, hier das Leihgerät der Stadt VS, hat bislang ganze Arbeit geleistet. (Foto: Eich)
sbo und Marc Eich

Seit April ist der Blitzeranhänger des Landkreises Schwarzwald-Baar, der so genannte Enforcement Trailer, in Betrieb. Seitdem hat er bereits ganze Arbeit geleistet.

Zum Teil drastische Geschwindigkeitsüberschreitungen hat der neue Blitzeranhänger (Kosten: 165 000 Euro) des Landkreises seit seiner Inbetriebnahme im April erfasst. Bislang wurde der Enforcement Trailer, eine teilstationäre Geschwindigkeitsmessanlage, an insgesamt neuen Standorten im Kreisgebiet eingesetzt – wobei er an einigen Stellen auch Raser aus dem Verkehr gezogen hat, die nun mit Fahrverboten rechnen müssen.

Ein besonders drastisches Beispiel gab es in St.Georgen-Langenschiltach. Dort rauschte ein Autofahrer mit 131 Stundenkilometern durch eine Tempo-50-Zone – und damit über 80 Stundenkilometer zu schnell. An der B 33 bei Mönchweiler waren’s bei erlaubten 70 Stundenkilometer mit einem gemessenen Tempo von 153 sogar 83 Stundenkilometer schneller. Überhaupt scheint der „Superblitzer“, wie er vielerorts aufgrund seiner ausgefeilten Technik bereits genannt wird, überaus effektiv zu arbeiten. Während in den sozialen Netzwerken davon gesprochen wird, „wie auffällig“ der etwas eigen anmutende Anhänger doch sei, scheint er von den Verkehrsteilnehmer tatsächlich noch nicht als Radaranlage wahrgenommen zu werden.

Anders ist es fast nicht zu erklären, dass zwischen 1. April und Mitte Juni 6533 Temposünder erwischt hat – das heißt, dass die Radaranlage fast jede Viertelstunde einen Verkehrsteilnehmer blitzt. Besonders viele waren es auf der B 33 bei Mönchweiler (1550 Tempoüberschreitungen), in Langenschiltach (1444) sowie in der Brigachstraße in St. Georgen (1292). Allerdings variiere die Einsatzdauer von Standort zu Standort, erklärt Heike Frank, Pressesprecherin des Landratsamtes.

Mit Überwachungssystem

Sie weiß außerdem von einem Problem zu berichten, welches auch den (bislang gemieteten) Enforcement Trailer der Stadt VS betrifft. Denn die Anlage sind häufig von Vandalismus betroffen. Frank: „Bereits zweimal haben Unbekannte versucht, das Gehäuse des Trailers aufzuhebeln.“ Zudem hätten Farbschmierereien wieder entfernt werden müssen. Es entstand zwar nur geringer Sachschaden, der jedoch nicht vor einer Strafverfolgung schützt.

So sei der Trailer mit einem modernen Überwachungssystem ausgestattet, das zur Verfolgung der Täter beitragen würde. „Jeglicher Vandalismus wird vom Landratsamt mit einer Strafe bedacht“, betont die Pressesprecherin.

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