Ex-Wild Wing-Star Alexander Dück ist neuer Co-Trainer bei den Ravensburg Towerstars

Alexander Dück (links) war bei der U20-WM in Edmonton „Co“ von Bundestrainer Tobias Abstreiter. Jetzt wird der Schwenninger Assi
Alexander Dück (links) war bei der U20-WM in Edmonton „Co“ von Bundestrainer Tobias Abstreiter. Jetzt wird der Schwenninger Assistent von Marc Vorderbrüggen bei den Towerstars Ravensburg. (Foto: Heinz Wittmann)
Heinz Wittmann

Der frühere SERC-Spieler und -Trainer Rich Chernomaz ist bei den Ravensburg Towerstars entlassen worden. Sein Nachfolger wird Marc Vorderbrüggen, der auf Alexander Dück als Assistenten baut.

Die fünfte Trainerentlassung in der Zweiten Eishockey-Bundesliga: Die Ravensburg Towerstars haben auf die sportliche Talfahrt der letzten Wochen reagiert und Cheftrainer Rich Chernomaz von seinen Traineraufgaben freigestellt. Bis Saisonende wird der bisherige Co-Trainer Marc Vorderbrüggen das Amt übernehmen. Dessen „Assi“ wird der Schwenninger Alexander Dück.

Am Sonntagabend hatten die Towerstars in Frankfurt mit 1:7 verloren und damit die fünfte Niederlage in Folge kassiert. Damit verbunden war auch das Abrutschen auf den siebten Tabellenplatz der DEL2-Hauptrunde. „Die Entscheidung, diesen Schritt zu gehen, ist uns alles andere als leicht gefallen“, sagte Towerstars-Geschäftsführer Rainer Schan laut Pressemitteilung des Klubs und ergänzte: „Aufgrund der Entwicklungen seit dem Jahreswechsel und den letzten Ergebnissen sahen wir leider keine andere Alternative. Auch wenn Corona besondere Bedingungen geschaffen hat, dürfen wir unsere gesetzten sportlichen Ziele nicht aus den Augen verlieren.“

Mit sofortiger Wirkung und bis Saisonende wird Marc Vorderbrüggen die Verantwortung an der Bande übernehmen. „Wir brauchen einen neuen Impuls und setzen in ihn unser Vertrauen“, betonte Schan. Der 28-Jährige kam während der Meistersaison 2018/19 als Co-Trainer ins Team und war zuvor hauptamtlicher Jugendtrainer beim EV Ravensburg. Als Co-Trainer fungieren wird der frühere Towerstars-Kapitän Alexander Dück. Der 40-Jährige, der in Dauchingen wohnt, ist seit 2017 beim Schwenninger ERC als Nachwuchscoach tätig, seit zwei Jahren steht er zudem als Assistenztrainer der U20-Nationalmannschaft an der Bande.

Der bisherige Cheftrainer Jason O'Leary und die Iserlohn Roosters beenden ebenfalls ihre Zusammenarbeit nach Ende der laufenden Spielzeit. Mit dieser Ankündigung überraschte der DEL-Klub aus dem Sauerland. Die Initiative zur Trennung ist offensichtlich von O'Leary ausgegangen, denn der hat nach übereinstimmenden Meldungen von Schweizer Medien mit den SCL Tigers Langnau bereits einen neuen Arbeitgeber gefunden. Beim Schweizer Klub aus der Nationalliga A, der aktuell den vorletzten Tabellenplatz einnimmt, wird O'Leary im Sommer den bisherigen Coach Rikard Franzen ersetzen.

„Wir respektieren, dass Jason sich entschieden hat, nach der Saison eine neue Herausforderung anzunehmen. Er ist ein wichtiger Teil des Prozesses, die Organisation nach dem im Frühjahr 2019 ausgerufenen Neuanfang weiterzuentwickeln. Seine neue Stelle wird sich besser mit seinem privaten Umfeld verbinden lassen, das war ein wichtiger Teil seiner Entscheidung. Wir werden nun daran arbeiten, die aktuelle Saison bestmöglich abzuschließen“, sagte Christian Hommel, Sportlicher Leiter der Sauerländer, zum Abschied des bisherigen Cheftrainers.

Jason O'Leary hatte seit Frühjahr 2019 für Iserlohn gearbeitet, liebäugelte zwischendurch schon einmal mit einem Angebot aus der Schweiz, ließ sich dann aber doch zu einer weiteren Zusammenarbeit mit den Roosters überreden. Zuletzt hatte O'Leary, dessen Kader gegenüber dem Herbst dank zahlreicher Nachverpflichtungen von teils namhaften Spielern immer wieder aufgerüstet worden war, sein Team scharf kritisiert – speziell nach der 1:4-Heimschlappe gegen Berlin.

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