Zwei Jahre, nachdem der Gemeinderat die Umsetzung des Amok-Alarms an den Schulen in der Doppelstadt beschlossen hat, nimmt die
Zwei Jahre, nachdem der Gemeinderat die Umsetzung des Amok-Alarms an den Schulen in der Doppelstadt beschlossen hat, nimmt die erste Anlage ihren Betrieb auf. (Foto: Oliver Killig)
sbo

Zwei Jahre, nachdem der Gemeinderat die Umsetzung des Amok-Alarms an den Schulen in der Doppelstadt beschlossen hat, nimmt die erste Anlage ihren Betrieb auf. Die komplette Umsetzung ist aufwendig.

Es ist ein Millionen-Projekt, das sich über einige Jahre ziehen wird: Die Ausstattung von insgesamt 25 Schulen in Villingen-Schwenningen mit den Anlagen für den Fall eines Amok-Alarms, dem so genannten Notfall- und Gefahrenreaktionssystem (NGRS). Inbegriffen sind hierbei nach Angaben der Stadtverwaltung grüne Wandmelder in jedem Raum, in dem sich regelmäßig zu Unterrichtszeiten Personen aufhalten, eine zentrale Anzeige mit raumgenauer Auslöseanzeige und eine Steuereinheit zur automatischen Übergabe an die elektrische Lautsprecheranlage sowie an die Leitstelle. Das System müsse außerdem auch im Falle eines kurzfristigen Stromausfalls funktionsfähig sein.

Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde die Friedensschule in Schwenningen als erste schulische Einrichtung in Villingen-Schwenningen mit einem solchen System ausgestattet. Nach Angaben von Oxana Brunner, Pressesprecherin der Stadt, ist dieses bereits „komplett installiert und vollumfänglich intern funktionsfähig“. In wenigen Tagen – und zwar im Zuge der Wartung der Brandmeldeanlage – soll auch die Weiterleitung des Alarms an die Integrierte Leitstelle gewährleistet sein.

In Abstimmung zwischen dem Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport (Jubis) und dem Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau (GHO) wird nach Angaben von Brunner die schrittweise Installation des Systems an weiteren Schulen der Stadt auf Grundlage der Beschlusslage des Gemeinderats erfolgen.

Millionen-Kosten

Die Stadt möchte die Umrüstung aus baurechtlichen und Brandschutzgründen im Zuge von umfassenden Sanierungsmaßnahmen umsetzen – nur so könne der ohnehin große Bau- und Kostenaufwand leistbar gehalten werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass neben der Friedensschule das Gymnasium am Deutenberg, die Klosterringschule, Karl-Brachat-Realschule, Bickebergschule, Steppachschule, Bertholdschule, Golden-Bühl-Schule, Gartenschule, Schule Weigheim und der Schulverbund am Deutenberg zeitnah mit den NGR-Systemen ausgestattet werden. Brunner: „In diesen Schulen werden im Zuge von Sanierungsmaßnahmen bereits Netzwerk-Verkabelungen für ein NGRS umgesetzt.“

Unklar ist, wann alle Schulen mit dem System ausgestattet sein werden. Zumindest eine grobe Einschätzung gibt die Stadtverwaltung heraus. Die bauliche Sanierung und gegebenenfalls Erweiterung der 24 städtischen Schulen werde mindestens ein weiteres Jahrzehnt in Anspruch nehmen.

Die Kosten seien ja nach Größe der Schule unterschiedlich hoch. Bei der Friedensschule sollen es 40 000 Euro beim Gymnasium am Deutenberg bis zu 180 000 Euro sein. Für alle Schule werden mehrere Millionen Euro fällig.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen