Aktuell mit Schnee bedeckt, doch bald soll aus dem Hartplatz hinter dem Gustav-Strohm-Stadion ein Kunstrasenplatz werden. Auch
Aktuell mit Schnee bedeckt, doch bald soll aus dem Hartplatz hinter dem Gustav-Strohm-Stadion ein Kunstrasenplatz werden. Auch die Fangnetze hinter den Toren und die Spielfelsumrandung soll erneuert werden. (Foto: Pohl)
Cornelia Spitz

Volltreffer für den BSV Schwenningen: Nach unzähligen Vertröstungen wird der ersehnte Kunstrasenplatz nun doch noch wahr. Am Dienstagabend wurde der Projektbeschluss für das Projekt gefällt.

Es ist nicht nur der BSV Schwenningen, sondern auch der FK Bratstvo Villingen, der NK Zagreb Villingen und der NK Hajduk, die von der Umgestaltung des Hart- in einen Kunstrasenplatz profitieren sollen. Der Platz hinter der Tribüne des Gustav-Strohm-Stadions soll Ort des Geschehens sein.

Reiser erinnert an Riesen-Engagement in Obereschach

Der Garten- und Landschaftsarchitekt Martin Kuberczyk vom Büro K3 war zugegen und bereit, die Maßnahme am Dienstagabend nochmals ausführlich vorzustellen – doch das war nicht mehr nötig. Zu oft schon hatte man über das Projekt diskutiert und beraten – darüber hinaus hat man mit dem Büro bereits mehrere solcher Plätze realisiert, weshalb die Planungskosten in diesem Fall auch nur zu 65 Prozent angesetzt worden sind. 740 000 Euro soll der Platz die Stadt noch kosten – 66000 Euro für den eigentlichen Umbau des Platzes inklusive Ballfangzäunen und neuer Barrieren und rund 106 000 Euro für Nebenkosten.

Wären die Vereine nicht, wäre das Ganze noch teurer, denn: Abbruch, Rückbau und Pflasterarbeiten übernehmen die Ehrenamtlichen selbst, von den Gesamtkosten durfte man deshalb rund 26 000 Euro abziehen.

Dennoch war es dem Stadtrat Ernst Reiser von den Freien Wählern ein Anliegen, auf ein Beispiel aus Obereschach zu verweisen: „In Obereschach brauchte man für so einen Kunstrasenplatz nur 106 000 Euro Zuschuss, hier sind es 740 000 – da sieht man mal, was so ein Verein in Eigenleistung alles fertigbringen kann.“ Das musste auch Bürgermeister Detlev Bührer anerkennen: „Ich gebe Ihnen Recht, das ist ein absolutes Musterbeispiel von Engagement. Einfach nur super!“

Hoffnung auf Zuschuss des Sportbundes

Doch auch in Schwenningen hat man noch Hoffnung auf weitere Vergünstigungen: Der BSV will einen Förderantrag beim Württembergischen Sportbund stellen – 84000 Euro könnten drin sein. Im Technischen Ausschuss am Dienstagabend war darüber hinaus die Erleichterung spürbar, ein allzu lange diskutiertes Projekt nun endlich ins Rollen zu bringen. Besonders groß war die Freude bei einem Verfechter der ersten Stunde: Bernd Hezel (CDU). „Sie können sich vorstellen, dass ich mich riesig freue, dass es endlich soweit kommt!“, frohlockte er – einen kleinen Seitenhieb konnte er sich jedoch nicht verkneifen. Seiner Meinung nach, meinte Hezel nämlich, könnte der Platz „schon vier, fünf Jahre bespielt sein“.

Schurr: „eine Win-Win-Situation für alle“

Während sich Andreas Flöß (Freie Wähler) über eine vernünftige Entscheidung „in dieser Höhenlage“ und „eine gute Sache“ freute, rief Edgar Schurr (SPD) in Erinnerung, dass der positive Projektbeschluss nun auch ein Produkt des Sportstättenentwicklungsplanes in der Stadt sei. Die Realisierung nun sei „eine Win-Win-Situation“ für alle Seiten.

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