Die Sanierung der Eisbahn II an der Helios-Arena ist fast abgeschlossen. Fast vier Millionen Euro hat die Umrüstung auf den Ganz
Die Sanierung der Eisbahn II an der Helios-Arena ist fast abgeschlossen. Fast vier Millionen Euro hat die Umrüstung auf den Ganzjahresbetrieb gekostet. (Foto: Fabian Riesterer)
Fabian Riesterer

Das knappe Zeitfenster ist eingehalten worden. Pünktlich zur neuen Eissaison steht die Eisbahn II an der Helios-Arena den Eisläufern wieder zur Verfügung. Ab Freitag, 25. Oktober, ist die Halle von 19 bis 21 Uhr für die Kufenfreunde wieder geöffnet.

„In den vergangenen Monaten hat sich einiges getan. Ich finde, es ist ein Schmuckstück geworden“, sagt Klaus Hässler stolz über die neue Eisbahn II. Der Geschäftsführer der Kunsteisbahn (KEB) GmbH zählt auf, wie sehr sich die Halle neben der Helios-Arena verändert hat. Im vergangenen Jahr wurde die unebene Fläche mit 450 Tonnen Bitumen aufgefüllt und begradigt sowie die Kühlanlage von Ammoniak auf Glykol umgestellt. Seit April diesen Jahres ist die Eisfläche vier Meter schmaler. An den Ränder des 26 Meter breiten Spielfelds befinden sich dafür zwei Tribünen, die etwa 500 Personen Platz bieten. „Das wird für die Eltern bei den Jugendspielen toll“, freut sich Hässler.

Die 30 Jahre alte Stahlkonstruktion der Decke wurde durch Holz ersetzt. Das sorgt in Kombination mit den neuen LEDs für mehr Helligkeit und eine angenehmere Atmosphäre. Interessanterweise bietet das Holz auch mehr Sicherheit beim Brandschutz. „Ab einer gewissen Stärke im Querschnitt bildet sich um einen Holzbalken im Feuer eine Kokelschicht, sodass der Kern stabil bleibt. Das ist so, als ob man einen zu großen Scheit ins Feuer wirft. Stahl dagegen versagt immer ab einer bestimmten Temperatur“, erklärt der planende Architekt Uwe Schlenker.

Zudem sei in der Vergangenheit die Eisbereitung zu den Übergangszeiten wegen einer offenen Seite der Halle schwierig gewesen. Diese wurde nun geschlossen. Die Trennwände zur Curlinghalle wurden entfernt. Durch die Schließung der Halle ist das Nutzen der Eismaschine mit Verbrennungsmotor nicht mehr erlaubt. Es wurde dafür ein E-Fahrzeug angeschafft. „So wurde auch der Umweltgedanke mit eingebracht“, sagt Hässler. Uwe Schlenker ergänzt einen weiteren Aspekt: „Wir können die Beheizung und Entfeuchtung der Hallenluft zu fast 100 Prozent mit der Abwärme der Kälteanlage bewältigen.“

In den vergangenen fünf Monaten seien etwa vier Millionen Euro verbaut worden, sagt der Architekt. Der Gemeinderat hatte für die gesamte Maßnahme 4,9 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Im Moment strebe man eine Punktlandung an, meinen Schlenker und Hässler. Die neue Bahn umgibt eine Flexbande. Am Rand stehen Bänke. Zudem kann der Gastronomiebereich über eine Empore auch mit Schlittschuhen betreten werden. „Wir wussten: Das alles zu schaffen, ist ein sportliches Ziel. Aber bis auf ein paar Restarbeiten sind wir fertig. Der normale Alltagswahnsinn wird uns ab Freitag begleiten“, sagt Hässler und betont: „Im Gegensatz zu anderen Projekten in der Stadt hatten wir auch Glück mit den Handwerkern und nicht einen Ausfall.“

Eine Grundlage für den Umbau der Eisbahn auf einen möglichen Ganzjahresbetrieb war die Vermarktung des benachbarten Hotels. Diese Planungen werden momentan nicht verfolgt. „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand und wollen die Vermarktung aktiv angehen“, sagt Hässler. Da die Halle ganzjährig genutzt werden kann, soll die Marke der 50 000 Besucher pro Saison durchbrochen werden.

Auch die Curlinghalle soll ab dem 1. Dezember wieder genutzt werden können.

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