Das Team der Malteser geht mit Menschen auf Tour, die sonst in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Im Schwarzwald-Baar-Center w
Das Team der Malteser geht mit Menschen auf Tour, die sonst in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Im Schwarzwald-Baar-Center werden Besorgungen gemacht, anschließend wird Kaffee getrunken. (Foto: Käfer/sbo)
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Mit dem mobilen Einkaufswagen erreicht jeder die Ladengeschäfte. Ältere Menschen, Menschen mit Handicap und sonstigen Einschränkungen profitieren von diesem Angebot. Betreuer von den Maltesern bringen die Menschen zum Schwarzwald-Baar-Center und unterstützen beim Einkauf.

Die Stimmung ist nicht getrübt – im Gegenteil. Heiter nimmt der mobile Einkaufswagen nach und nach an Fahrt auf. Es kommen immer mehr Menschen an Bord. Ältere Damen, Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator. Gemeinsam geht es mit dem Transportdienst der Malteser zum Schwarzwald-Baar-Center – dort lässt sich das Nötigste besorgen.

Das Programm der Menschen, die heute den Transportdienst mobiler Einkaufswagen in Anspruch nehmen: Eine Stunde Einkauf, eine Stunde Kaffee. Rund ein Dutzend Menschen aus Villingen-Schwenningen nehmen das Angebot der Malteser an diesem Freitag in Anspruch. Das Motto: „Der Mensch muss mit“. Der mobile Einkaufswagen ist kein mobiler Einkaufszettel. Die Menschen schreiben ihre Bedürfnisse nicht einfach auf einen Zettel, den die Malteser-Mitarbeiter dann abarbeiten und für die Auftraggeber erledigen. Die Menschen müssen mit auf Tour. Gemeinsam und mit Unterstützung klappt dann der Einkauf.

Angefangen hat man mit einer Tour alle 14 Tage. Derzeit gibt es wöchentlich drei Touren. Zwei Autos, die ihre Runden durch Villingen drehen und dort Menschen für den Einkauf aufsammeln. Eine weitere Tour gibt es in der Gemeinde Mönchweiler.

Und man will weiter wachsen. Das heißt, man möchte sowohl weitere Betreuer für den mobilen Einkaufswagen gewinnen, als auch mehr Menschen diese Einkaufsgelegenheit ermöglichen.

Das Motto für den mobilen Einkaufswagen könnte auch lauten: „Das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden“. Die gesellige Runde startet bereits im Wagen. Setzt sich fort mit dem Einkauf und schließt sich an in der „Superknolle“ im Schwarzwald-Baar-Center. Im Café und Restaurant haben die Teilnehmer des mobilen Einkaufswagens ihren Stammtisch gefunden. Genauso wichtig wie der Einkauf ist also die gesellige Runde nach den Besorgungen.

Angedacht war das Projekt mit einem Betreuungsverhältnis von eins zu eins. Eingespielt hat sich der mobile Einkaufswagen mit einem Betreuungsverhältnis von eins zu vier. Alles funktioniert gut, weitere Helfer werden aber unbedingt gesucht. Erst recht, wenn man bedenkt, dass viele der ehrenamtlichen Helfer selbst nicht mehr die Jüngsten sind. In diesem Sinne geht es darum, die Nachricht von der mobilen Einkaufsgelegenheit in die Welt hinaus zutragen – oder zumindest in die gesamte Doppelstadt. Dazu wollen die Malteser auch mittels eines Stands in der Stadt neue Betreuer gewinnen. Zusätzlich dazu gibt es Infoabende.

Dass das Angebot stark nachgefragt wird, zeigen auch die ersten Schritte des Projekts. Damals hatte man in der Zeitung mit einer Meldung für einen Infoabend geworben, um eigentlich ehrenamtliche Begleiter zu gewinnen. Das Ergebnis: Es meldeten sich auch viele Menschen, die selbst als „Bedürftige“ das Angebot gerne in Anspruch nehmen wollten. Die Anfänge gehen auf das Jahr 2017 zurück. Viele Menschen, die von Anfang an dabei waren – auf Betreuer- und Einkäufer-Seite – sind immer noch dabei.

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