Haben das »Raumschiff« geentert: (oben, von links): Ulf Millauer, Leiter Amt für Straßenbau, Altlasten und Stadtgrün, Stefanie
Haben das “Raumschiff„ geentert: (oben, von links): Ulf Millauer, Leiter Amt für Straßenbau, Altlasten und Stadtgrün, Stefanie Moosmann von der Firma faktorgrün und Bürgermeister Detlev Bührer sowie (unten, von links) Gregor Braun, Geschäftsführer Braun Stadtentwicklung, Armin Scherzinger vom Stadtbauamt, Abteilung Grün und Daniel Stephan von faktorgrün. (Foto: Riesterer)
Fabian Riesterer

Der Kinderspielplatz in der Stuttgarter Straße in VS-Schwenningen hat ein neues Gesicht. Unter dem Thema Weltraum und vor dem Hintergrund des kommenden Wohngebiets Eschelen haben die Braun Stadtentwicklung GmbH und die Stadt das Gelände neu gestaltet.

Für Kinder, die der Hitze der ersten Ferienwochen im Freien trotzen möchten, gibt es nun einen neuen Geheimtipp. Der Spielplatz zwischen dem AWO-Seniorenzentrum am Stadtpark und der Kindertagesstätte Helene-Mauthe ist nach sechs Wochen Bauzeit mit einigen neuen Geräten ausgestattet worden. Nun kann man sich dort an einer Pendelvogelnestschaukel, einer Drehscheibe, einer neuen Rutsche und einem Kletterspielgerät nach Herzenslust austoben.

Die Kosten für die Neugestaltung des Geländes in Höhe von etwa 60 000 Euro hat die Braun Stadtentwicklung GmbH übernommen, die auf dem nahe gelegenen Areal des alten Klinikums das neue Wohngebiet Eschelen realisiert. In der Planungsphase dieses Projekts haben das Unternehmen und die Stadtverwaltung gemeinsam entschieden, den bestehenden Spielplatz mit seinen in die Jahre gekommenen Geräten neu zu gestalten, statt anderorts einen Neuen anzulegen, erklärte am Mittwoch bei einem Pressetermin Stefanie Moosmann von der Firma faktorgruen aus Rottweil. Die in Eschelen vorgesehenen Frei- und Grünanlagen sind Aufgabe dieses Unternehmens, das nun auch die Planung der Kindergartenneugestaltung übernommen hat.

Ein Lob für die Umsetzung der Pläne auf dem etwa 1000 Quadratmeter großen Gelände gab es von Bürgermeister Detlev Bührer. „Hier ist etwas sehr Schönes entstanden. Mich freut vor allem, dass man dabei nicht nur an die Kinder des Neubauareals gedacht hat, sondern auch an diejenigen aus den bestehenden Gebieten in der Gegend.“ Nun sei noch ein zweiter Bauabschnitt geplant, bei dem die Stadt nochmals etwa 50 000 Euro investieren möchte. Einzig das ausgewählte Thema Weltraum wollte sich Bührer von den Planern noch einmal erklären lassen. „Bei Kratern und Hügeln habe ich zuerst an unsere Straßen gedacht“, scherzte der Bürgermeister und spielte dabei auf eine Formulierung in der Einladung an.

Die Wahl auf den Weltraum sei größtenteils der hügeligen Beschaffenheit des Geländes geschuldet, erklärte Moosmann. Zudem sei es ein Wunsch der Stadt gewesen, langlebige Materialien zu verwenden. So sei beispielsweise die Wahl auf das metallene Klettergerüst gefallen, welches ein Raumschiff symbolisieren soll. Die runden Fallschutzbereiche um die Geräte herum sollten zudem Anspielung auf Kornkreise sein, die man mit dem Thema Weltall ebenfalls verbinde.

Die weiteren Geräte, die während des zweiten Bauabschnitts hinzukommen, sollen in dieses Konzept mit aufgenommen werden. Dabei soll es sich laut Armin Scherzinger vom Stadtbauamt, Abteilung Grün, unter anderem um eine weitere Klettereinheit und gegebenenfalls ein Trampolin handeln. Geplant ist, dass die Geräte in einem großen Halbkreis die freien Plätze im unteren Bereich des Geländes in Richtung Stuttgarter Straße ausfüllen. Dieser „Parcours“ soll im Bereich einer bereits bestehenden Tischtennisplatte enden. „Dort soll auch noch ein Kleinkinderbereich entstehen“, erklärte Moosmann.

Zu welchem Zeitpunkt mit diesem zweiten Bauabschnitt begonnen werden kann, hängt laut Scherzinger davon ab, wann die Mittel zur Verfügung gestellt werden. „Der schöne erste Teil des Spielplatzes und das kommende Wohngebiet sind aber ein guter Anlass, diesbezüglich ein wenig Druck machen zu können“, sagt Scherzinger und lacht. Bis 2020 spätestens, schätzt er, soll es losgehen.

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