Feindler kommt nach Villingen-Schwenningen.
Feindler kommt nach Villingen-Schwenningen. (Foto: pm)

Villingen-Schwenningen (sbo) - Die Sprache ist seine Waffe und die Gesellschaft der Schleifstein, an dem er sie schärft. Am Donnerstag, 17. Januar, um 20 Uhr reist Feindler, der sich beruflich gerne mit Gegenätzen beschäftigt, ins Theater im Capitol „im hoffentlich schneeweißen Schwarzwald“.

In „Artgerechte Spaltung“, seinem „Kabarett nach Versmaß“, analysiert Feindler mit Vorträgen, Liedern und Lyrik schonungslos die Gesellschaft, der er mal tiefsinnig, mal sehr deutlich den Spiegel vorhält. Der Künstler ist mit vielen Preisen und Auszeichnungen dekoriert Dabei hält der Politpoet an der Behauptung fest, man dürfe dem Publikum ruhig etwas mehr zutrauen – im Hinblick auf Denkleistung, Schmerzgrenze und Empfindsamkeit.

Und so werden die Zuschauer an diesem Abend nicht nur erheitert, sondern durchaus auch zum Nachdenken gebracht. Der Münsteraner Michael Feindler brachte schon früh seine Ideen zu Papier, am liebsten in Versform. 2004 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Kabaretts „Notbremse“, mit dem er fünf Programme schrieb und aufführte. Wenige Jahre später entdeckte er die Poetry-Slam-Szene für sich und war von 2007 bis 2010 jährlich für die deutschsprachigen Meisterschaften des modernen Dichterwettstreits nominiert.

2009 konnte Feindler seinen ersten Fernsehauftritt bei Phoenix verzeichnen, in den folgenden Jahren erhielt er für seine Soloprogramme diverse Preise. Ebenfalls 2009 erschien sein erster Gedichtband, 2013 folgte das Buch zum Kabarettprogramm „Dumm nickt gut“, 2015 ein Liederalbum.

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