Ehemaliges Obdachlosenheim steht zum Verkauf

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Sabine Streck

Seit gut einem Jahr ist das Obdachlosenheim in der Schubertstraße bezogen. Der alte Standort in der Turnerstraße ist leergeräumt und steht verwaist da. Seit kurzem hat die Stadt es zum Verkauf ausgeschrieben.

Das ehemalige Hotel Germania, das seit Jahrzehnten als Obdachlosenheim genutzt wurde, soll im Bieterverfahren verkauft werden. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, liegen bereits vier Anfragen vor, an die Interessenten seien bereits die Exposés verschickt worden. Demnächst sind Begehungstermine geplant. Der Zustand des ehemaligen Obdachlosenheims ist allerdings nicht gut. Ein Abriss des Gebäudes ist demnach wahrscheinlich. Allenfalls für Einfachstwohnungen sei der Bestand noch geeignet, sagen Fachleute. Für Investoren bietet der Standort an der exponierten Stelle Ecke Villinger-/Turnerstraße also vielfältige Möglichkeiten.

Abrissbagger sind schon in Aktion

Die Abrissbagger haben indes schon in unmittelbarer Nachbarschaft, im Anwesen Turnerstraße 13, zugeschlagen. Hier wird derzeit ein altes Wohnhaus dem Erdboden gleich gemacht zum Zwecke des Neubaus, wie die Pressestelle der Stadt mitteilt. Dieses Vorhaben habe allerdings nichts mit dem benachbarten ehemaligen Obdachlosenheim zu tun, sondern erfolge von privater Seite aus. Nach anfänglicher Skepsis einiger Anwohner der Schubertstraße ist es ruhig geworden ums neue Obdachlosenhaus.

Vor rund einem Jahr wurde das ehemalige Fabrikgebäude in der Schubertstraße 29, das zuvor als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber fungierte, zum Obdachlosenheim umgewandelt, um einen Ersatz für das marode und zu enge Gebäude in der Turnerstraße zu bekommen. Dort waren zum Schluss 50 Personen untergebracht. Platz ist in der Schubertstraße hingegen für 80 Personen. (sbo)

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