Das Vorstands-Triumvirat im CVJM Schwenningen: Vorsitzender Dieter Brandes (von links), Rolf Lampprecht und stellvertretender V
Das Vorstands-Triumvirat im CVJM Schwenningen: Vorsitzender Dieter Brandes (von links), Rolf Lampprecht und stellvertretender Vorsitzender Gerd Rodehorst. (Foto: Bombardi)
Rainer Bombardi

Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) kann mit der Gesamtsituation zufrieden sein – wäre da nicht die Großbaustelle: Die Trinkwasserleitung am „Hüttle“ muss erneuert werden, doch die Stadtwerke fühlen sich nicht zuständig.

Auf ein gutes Vereinsjahr blickte Vorsitzender Dieter Brandes vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Schwenningen zurück. Der Verein besitzt mit seinem Freizeit-, Übernachtungs- und Tagungsheim „Hüttle“ einen überregionalen Werbeträger, der jedes Jahr von vielen Vereinen und Gruppen aus dem ganzen Land und darüber hinaus genutzt wird. Die Gelegenheit, abseits von jeglichem Trubel, am Rande der Neckarstadt eine schöne und entspannende Zeit zu verbringen, wird von den Übernachtungsgästen geschätzt. Doch ein solches Haus erfordert auch eine gehörige Portion an Investitionen und engagierter Personen mit der Bereitschaft zur Übernahme von Unterhalt, Wartung und Pflege. Nun steht der CVJM vor der Aufgabe, die Trinkwasserleitung zum “Hüttle„ zu erneuern.

Der Wasserverlust in der maroden Trinkwasserleitung beträgt 20 Liter pro Stunde. Die Verantwortlichen entschlossen sich deshalb nach intensiven Diskussionen zu dieser neuerlichen Sanierung. Es ist erst wenige Jahre her, dass der Verein das Problem der Abwasserentsorgung löste. Nun steht er vor einer weiteren finanziellen Herausforderung.

100 Euro für einen Meter Wasserleitung

Erste Kalkulationen gehen von 70 000 Euro für die Verlegung der mehrere hundert Meter langen Trinkwasserleitung bis zur Quelle auf der Schillerhöhe aus, deren Trasse noch nicht bis ins letzte Detail geplant ist. Der stellvertretende Vorsitzende Gerd Rodehorst hofft deshalb auf die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung. „100 Euro kostet ein Meter Wasserleitung, doch die Spendenhöhe bestimmt egal in welcher Höhe jeder selbst“, dankte er vorab für das Engagement.

Einen negativen Bescheid erhielt der CVJM von den Stadtwerken, die es aus Sicherheitsgründen ablehnten die Verantwortung für den Neubau der Trinkwasserleitung zu übernehmen. Die Stadtwerke begründeten ihre Absage zudem mit der Lage der Trinkwasserleitung außerhalb des Stadtgebietes. Erfreulicher gestalteten sich die Belegungszahlen für das Freizeitheim. Hüttlewart Wolfgang Seifried berichtete von einer Auslastung von 32,1 Prozent mit einer durchschnittlichen Belegungsdauer von 2,4 Tagen. „Damit liegen wir im Trend“, bemerkte Seifried, der im vergangenen Jahr 49 Buchungen mit 119 Belegungstagen zählte. Nach dem Wechsel des Belegungsmanagements beobachte er zudem einen leichten Aufwärtstrend. Die Anzahl der Buchungen nimmt wieder zu und liegt für das laufende Jahr bereits bei 42 beziehungsweise 93 Belegungstagen. Zudem verfehlte der im Vorjahr ausgeteilte Werbeflyer seine Wirkung nicht.

Für den ständigen Gebäudeunterhalt und die Pflege der Außenanlagen ist Hausmeister Anatoli Klatt verantwortlich. Gemeinsam mit Wolfang Seifried freut er sich über jegliche ehrenamtliche Mithilfe. Im Vorjahr waren es die Malerarbeiten im „Hüttle“ und das Setzen neuer Hecken, die dem Hüttle neuen Glanz verliehen. In Zukunft sind das Aufstellen einer neuen Tischtennisplatte im Freigelände, die Revision der Außenbeleuchtung und der Kauf eines neuen Rasentraktors geplant. Viel Zuspruch für die verschiedenen Angebote

Eine sehr gute Resonanz erfährt der vierteljährlich stattfindende „Hüttle-Kaffee“, der die nächsten Male am Nachmittag des Maifeiertags und am 3. Juni stattfindet. Einen ähnlichen Erfolg verzeichnet die ebenfalls vierteljährlich stattfindende „Hüttle-Runde“, in welcher den Teilnehmern diverse Vorträge angeboten und aktuelle Themen diskutiert werden. Ein Erfolgsträger des CVJM ist der Posaunenchor unter der Leitung von Uli Fleig. Höhepunkte der Instrumentalgruppe sind neben den kirchlichen Engagements die Präsentation während einer Feierstunde im Oktober und ein Auftritt während der Kulturnacht. Auch nehmen 2018 wieder einige Mitglieder am Landesposaunentag in Ulm teil. Gerd Fleig berichtete von einer erfolgreichen Integration junger Flüchtlinge in die Gruppe der Jungbläser. Ein weiteres Erfolgsangebot des CVJM sind die Bibelgesprächskreise unter der Leitung von Dieter Brandes. Die nächsten Treffen finden im Gemeindezentrum in der Muslen am 20. März und am 17. April statt. Säckelmeisterin Dora Seifried legte zudem einmal mehr eine souveräne Finanzführung offen.

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