Sind die Konzerte gespielt, geht die Feier bei der Langen Schwenninger Kulturnacht im Freien bis 2 Uhr weiter. Derzeit prüft Ob
Sind die Konzerte gespielt, geht die Feier bei der Langen Schwenninger Kulturnacht im Freien bis 2 Uhr weiter. Derzeit prüft Oberbürgermeister Jürgen Roth die Option, diese Sperrzeit anhand einer Freinacht aufzuheben. (Foto: Archiv)
Fabian Riesterer

Vor kurzem hat die CDU-Fraktion des Gemeinderats einen Antrag gestellt, dass noch rechtzeitig vor der Langen Schwenninger Kulturnacht eine Freinacht für die Gastronomie-Außenbereiche geprüft und im Gremium besprochen werden soll. Nun hat sie den Antrag zurückgezogen.

Der Grund für den Rückzug des Antrags liegt jedoch nicht darin, dass der CDU das Anliegen nicht mehr wichtig sei oder sie dieses nicht mehr weiterverfolge, betonte Fraktionssprecherin Renate Breuning am Mittwoch. „Es liegt daran, dass das Gaststättenrecht im Kompetenzbereich des Oberbürgermeisters liegt. Und Jürgen Roth hat uns in der Zwischenzeit wissen lassen, dass er in dieser Sache derzeit Gespräche mit den Gastronomen führe. An dem Antrag festzuhalten, hätte also keinen Sinn gemacht“, erklärt Breuning.

Nun gehe die Fraktion davon aus, dass der OB in dieser Sache kommende Woche dem Gemeinderat gegenüber Stellung beziehen, gegebenenfalls sogar eine Entscheidung kommunizieren wird. „Herr Roth wird eine Entscheidung fällen, die für alle Beteiligten gut ist“, ist sich Breuning sicher.

Ab 2 Uhr ist Schluss

Derzeit gilt an der Langen Schwenninger Kulturnacht, dass Gastronomen im Außenbereich ab 2 Uhr keine Gäste mehr bewirten dürfen – innen darf bis 5 Uhr weiter gefeiert werden. In den vergangenen Jahren kam es jedoch immer wieder vor, dass Wirten einige Zeit nach der Veranstaltung wegen eines Verstoßes gegen diese Regelung ein Bußgeldbescheid des Ordnungsamtes zugestellt wurde. Ein Grund dafür sei, dass die Wirte nach dem „Aufräumen“ ihrer Anlagen nicht ständig die Augen überall haben könnten, wie es beispielsweise Lothar Anders von der Bierakademie vergangenes Jahr betonte. Doch auch die Attraktivität, Bedeutung und Einzigartigkeit der Kulturnacht waren Gründe, weshalb die CDU-Fraktion den Antrag Mitte März gestellt hat.

Dem steht als bislang größtes Gegenargument der Anwohnerschutz wegen Lärmbelästigung entgegen. In der Vergangenheit war dieser auch der Grund, warum Vertreter der Stadtverwaltung eine Freinacht ablehnten. Michael Steiger, Betreiber der Irish Pubs in VS sowie Dehoga-Kreisstellenvorsitzender, zeigte sich kürzlich zwar als Befürworter eines „Probelaufs“ einer Verlängerung der Sperrzeit auf 5 Uhr. Steiger gab jedoch auch zu bedenken, dass eine Freinacht dann ebenfalls für die Stände im Außenbereich gelte. Damit verschiebe sich gleichzeitig die Organisation des Abbaus für alle Teilnehmer und somit nicht zuletzt auch wieder die Lärmphase für die Anwohner.

Mit Anmeldungen zufrieden

Bezüglich der Teilnehmer-Anmeldefrist, die seit 15. März abgelaufen ist, erklärt Anna Mauder, Referentin für Marketing und Kommunikation bei der Stadt, dass die Zahl der Anmeldungen in etwa der des Vorjahres entspreche. Mit dieser Beteiligung sei das Amt für Kultur sehr zufrieden. „Die Programmphase läuft jetzt gerade, deswegen kann noch nicht gesagt werden, ob alle Teilnehmer untergebracht werden können. Zum Programm selbst kann daher leider auch noch nichts gesagt werden, außer dass fleißig daran gebastelt wird“, so Mauder weiter.

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