Derya Türk-Nachbaur möchte Bundestagskandidatin der SPD werden.
Derya Türk-Nachbaur möchte Bundestagskandidatin der SPD werden. (Foto: Archiv)
sbo und Marc Eich

Derya Türk-Nachbaur möchte Bundestagskandidatin der Sozialdemokraten im Schwarzwald-Baar-Kreis werden. Die SPD-Kreisvorsitzende hat für ihre Kandidatur die Unterstützung des Kreisvorstandes.

Fraktionssprecherin im Gemeinderat in Bad Dürrheim, Kreisvorsitzende – und nun auch Bundestagskandidatin für die Wahl im Jahr 2021? Die Sozialdemokratin Derya Türk-Nachbaur hat hinsichtlich der Kandidatur für die Bundestagswahl ihren Hut in den Ring geworfen. Das gab sie in einer Mitteilung am Freitag bekannt. Wie Türk-Nachbaur erklärt, steht die SPD-Spitze im Kreis hinter ihrer Bewerbung. „Die uneingeschränkte Unterstützung meines Kreisvorstands wurde mir bei der letzten Sitzung ausgesprochen und ich freue mich auf einen engagierten Wahlkampf für unsere Region“, so die Kreisvorsitzende.

In einem Brief an die Mitglieder gibt Türk-Nachbaur zu, früher eine Kritikerin der nochmaligen Großen Koalition gewesen zu sein – das habe sich aber geändert. „Im Nachhinein bin ich jedoch unendlich dankbar dafür, dass es Sozialdemokraten sind, die an den Schlüsselstellen der Bundesregierung das Ruder übernommen haben, um Arbeitsplätze zu retten, Familien zu entlasten und wichtige Investitionen in die Zukunft unseres Landes zu tätigen“, betont sie. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass bei all dem Erreichten es sehr schmerzhaft zu sehen sei, dass die SPD nicht aus ihren Umfragetiefs nicht herauskomme.

Und an dieser Stelle legt die SPD-Kreisvorsitzende den Finger in die Wunde. Denn ihr Anliegen sei es, sich mit einem klaren sozialdemokratischen Profil den Herausforderungen der Zukunft zu widmen, und zwar „noch aktiver als bisher“. Das gelte auch für den ländlichen Raum. „Mit Euch gemeinsam möchte ich daran arbeiten, dass auch eine starke, sozialdemokratische Stimme aus dem Schwarzwald-Baar Kreis nach 20 Jahren wieder in Berlin gehört wird“, gibt sie sich kämpferisch.

Im Mittelpunkt ihrer Politik sieht sie demnach einen handlungsfähigen Sozialstaat, den es nur mit der SPD geben könne, eine gerechte Bildungspolitik, faire Löhne und Tarifverträgen, einen gerechten sozio-ökologischen Wandel, die Kindergrundsicherung, der Kampf gegen den Rechtsextremismus sowie ein starkes Europa. Ob die pädagogische Fachkraft, die Mitglied des Landesvorstands und Pressesprecherin der SPD Frauen in Baden- Württemberg ist, tatsächlich die Bundestagskandidatin für den Kreis wird, entscheidet sich aber erst am 7. November. Dann findet in der Neckarhalle in Schwenningen die Nominierungsveranstaltung statt.

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