Voller Einsatz: Jannis Deuring gibt im Halbfinal-Lauf sein Bestes.
Voller Einsatz: Jannis Deuring gibt im Halbfinal-Lauf sein Bestes. (Foto: RTL NOW / Markus Heitrich)
sbo und Michael Pohl

Der Schwenninger Jannis Deuring hat die Chance auf das Preisgeld von 300 000 Euro bei der RTL-Fernsehshow „Ninja Warrior Germany“ verpasst. Er scheiterte im Halbfinale am fünften Hindernis.

Die Ausstrahlung des Halbfinals der diesjährigen Staffel zeigte der Fernsehsender RTL am Freitagabend ab 20.15 Uhr. Unter den 54 Teilnehmern war auch der 19-Jährige Jannis Deuring aus Villingen-Schwenningen. Das große Ziel der Athleten: das Erklimmen des „Mount Midoriyama“ – dem Höhepunkt des Hindernisparcours bei Ninja Warrior Germany.

Bei der Ausstrahlung der Qualifikationsrunde im September hatte sich Deuring einen Platz im Teilnehmerfeld erkämpft. Allerdings sollte der Tag des Halbfinales nicht seiner werden. Über den Fünf-Sprung, die rotierenden Haken, den Block-Lauf 2.0 bis zum Hangel-Fall ging es noch gut. Doch beim Tunnel-Sprung 2.0, bei dem er aus der Luft in ein Trampolin springen musste, war Schluss. „Ich bin nicht nur an diesem Hindernis ausgeschieden, sondern habe mich zudem auch noch ziemlich verletzt“, berichtet Deuring.

Die Lendenwirbelsäule sei wurde durch den Sprung aufs Trampolin gestaucht. „Damit hatte ich noch länger zu kämpfen“, erinnert sich Deuring noch Monate nach der Aufzeichnung. „Ich habe auch tatsächlich immer noch Angst vor diesem Hindernis“, gesteht Jannis Deuring. Ein Sprung auf ein Trampolin aus dem Laufen sei kein Thema, aber aus einer gewissen Höhe oder aus hängender Position darauf zu landen, bereite ihm noch immer Probleme.

Das schlimmste Hindernis der Staffel sei für ihn der „Kreisel“ gewesen. „Ich hatte davor mega Angst und mir war danach auch richtig schwindelig und übel.“ Das seien auch Hindernisse gewesen, die er im Vorfeld einfach nicht hatte trainieren können. Schließlich ist Deuring hauptsächlich in Kletter- und Boulderhallen zuhause. „Das coolste Erlebnis war aber zweifelsfrei als ich in der Qualifikationsrunde die Wand hochgegangen bin.“ Auch seine zweitschnellste Zeit des Durchgangs bleibe ihm in guter Erinnerung an diese Staffel. Sein großes Ziel, zu den besten Ninja Warrior Deutschlands zu gehören, hat der junge Athlet verpasst.

Doch er will definitiv einen weiteren Versuch starten. „Ich will unter die besten drei Athleten kommen.“ Und deshalb wird er sich auch für die Staffel im Jahr 2020 bewerben. „Ich hoffe, dass ich eine zweite Chance bekomme.“ Das Bewerbungsprozedere und Auswahlverfahren der Fernsehsendung ist allerdings ganz schön umfangreich. „Es gibt ein vierseitiges Anmeldeformular online. Wer diese Hürde schafft, wird zum Casting eingeladen“, erinnert sich Deuring an das erste Auswahlverfahren. „Für diese Staffel musste ich dann springen, hangeln, am Reck schwingen und auf einem Pezziball liegen, knien, stehen und wieder knien.“ Als letzte Übung müssen die Bewerber drei Minuten lang Liegestütze machen oder alternativ Bocksprünge zwischendurch.

„Anhand einer erreichten Punktzahl wird dann über die Aufnahme in die Show entschieden“, berichtet Jannis Deuring. Diesem Leistungstest würde er sich aber gerne noch einmal unterziehen. Auch werde er in der neuen Boulderhalle „Active Garden“ in Waiblingen, die einen separaten Ninja-Bereich hat, trainieren. „Da kann ich mich dann sicherlich auf das eine oder andere Hindernis besser vorbereiten. Für diese Staffel hatte ich ja eigentlich nur mein normales Klettern.

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