Trainer Alen Velcic (Bildmitte) gibt bei einer Auszeit mit seiner Mannschaft die Marschroute vor.
Trainer Alen Velcic (Bildmitte) gibt bei einer Auszeit mit seiner Mannschaft die Marschroute vor. (Foto: Manuel Schust)
Schwäbische Zeitung

Eine der größten sportlichen Erfolgsgeschichten in der Region haben jüngst die Basketballer der wiha Panthers Schwenningen geschrieben. Binnen eines Kalenderjahres sind die Neckarstädter zum zweiten Mal aufgestiegen und starten ab September in der 2. Basketball Bundesliga. Unser Mitarbeiter Manuel Schust hat mit dem Trainer und Architekten des Erfolgs, Alen Velcic, über die Begeisterung der Fans und den Aufstieg gesprochen.

Herr Velcic, Schwenningen erlebt derzeit einen richtigen Basketball-Boom. Wie haben Sie die Euphorie in der vergangenen Saison erlebt?

Obwohl ich während der Spiele voll auf meine Aufgabe als Trainer fokussiert bin, sind mir natürlich die tolle Stimmung und die vollen Tribünen in der Deutenberghalle nicht entgangen. In und um Villingen-Schwenningen spürt man, dass die Menschen richtig mitfiebern und sich darüber freuen, dass eine Mannschaft aus der Region deutschlandweit für Furore und Erfolge sorgt. Wir hätten beim letzten Heimspiel 2500 Karten verkaufen können, durften aber nur 1400 Zuschauer reinlassen.

Das erste Mal seit knapp zehn Jahren ist wieder eine Mannschaft aus der Region in der 2. Bundesliga vertreten. Inwiefern sehen sich die Panthers als Basketball-Repräsentant des ganzen Südwestens?

Wir fühlen uns absolut als Vertreter des Südwestens und sind uns auch unserer Leuchtturm-Funktion als höchstklassigster Klub bewusst. Die Begeisterung für die Panthers ist längst in andere Landkreise übergeschwappt. Wir haben ein Einzugsgebiet, das von Freiburg bis in den Süden nach Lörrach, Waldshut und weit in den Bodenseekreis reicht. Aus Tuttlingen, Rottweil und der Alb kommen regelmäßig Basketballfans zu den Spielen – und unsere Reichweite wächst stetig.

Bislang ist Schwenningen als Eishockey-Stadt bekannt. Erkennen Sie bei den Panthers Parallelen zu den Anfängen bei den Wild Wings?

Da gibt es einige Parallelen zu unserer jetzigen Situation. Mit Doc Benzing gab es bei den Wild Wings auch einen positiv Verrückten, der Menschen und Unternehmen mit Emotionen berührt und Eishockey auf ein hohes Niveau gebracht hat. Wir sind mit den Panthers auf einem guten Weg. Ich glaube, dass wir den aktuellen Boom und die Euphorie konservieren und als Basketball-Standort den nächsten Schritt in unserer Entwicklung nehmen können.

Die Deutenberghalle drohte schon in den letzten Spielen der vergangenen Saison aus allen Nähten zu platzen. Ist es denkbar, dass die Panthers demnächst auch Spiele in der Helios Arena austragen könnten?

Als die Helios Arena vor einigen Jahren umgebaut worden ist, waren wir Fünftligist und ich habe immer gemutmaßt, dass wir eines Tages dort spielen werden. Wenn der Spielplan uns ein Derby an einem interessanten Termin beschert, ist es durchaus möglich, dass einzelne Spiele auch in der Helios Arena stattfinden könnten.

Sie haben die Panthers von der Kreisklasse bis in die Zweite Liga geführt. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass die Erfolgsgeschichte der Panthers auch in der zweithöchsten Spielklasse weitergeht?

Wir sind zwar ein junger, aber gewachsener Verein, bei dem niemand eigene Erfolge über den Basketballsport und die breite Entwicklung stellt. Wenn wir weiter fokussiert arbeiten, haben wir alle Zutaten, um etwas richtig Großes aufzubauen. Es fühlt sich momentan wirklich so an, als würde ein schlafender Riese geweckt werden.

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