Landschaftsarchitekt Tobias Mann erläutert die aktuellen Planungen der Marktplatzgestaltung. Wirtschaftsförderung Beate Behrens
Landschaftsarchitekt Tobias Mann erläutert die aktuellen Planungen der Marktplatzgestaltung. Wirtschaftsförderung Beate Behrens, Anlieger Christian Schlenker und Susanne Orlowski von der Wirtschaftsförderung (von links), hören zu. (Foto: Streck)
Sabine Streck

Wenn der Zeitplan weiterhin eingehalten werden kann, bekommen die Schwenninger ein schönes Weihnachtsgeschenk – den sanierten Marktplatz. Das Amt für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten lud am Mittwochabend Anlieger ein, um ihnen den aktuellen Planungsstand der Bauarbeiten auf dem Marktplatz zu erläutern.

Das meiste an der Großsanierung ist abgeschlossen, derzeit laufen die Arbeiten direkt am Marktplatz auf Hochtouren und im Zeitplan, wie Manfred Feyrer vom Ingenieurbüro Fritz Spieth am Schluss der eineinhalbstündigen Veranstaltung verkündete. In der nächsten Woche werden die Hausanschlüsse der neuen Gas- und Wasserleitungen gelegt sein, anschließend werden die Leerrohre für die Breitbandverkabelung vergraben – und eine Woche vor Weihnachten in der Kalenderwoche 51 soll der Marktplatz endgültig fertiggestellt sein.

Feyrer ist zuversichtlich, dass dieser Termin eingehalten werden kann. Die große Einweihungsfeier soll allerdings erst im Frühjahr 2020 stattfinden, wenn die Temperaturen angenehmer sind. „In der Kälte im Feien zu stehen, macht keinen Spaß“, meinte Rainer Baumgart vom Amt für Straßenbau. Landschaftsarchitekt Tobias Mann, der vor vier Jahren mit dem Projekt Marktplatz begann, in vielen Sitzungen des Technischen Ausschusses und des Gemeinderats die Pläne vorgestellt und immer wieder Änderungen nach den Wünschen der Anlieger vorgenommen hatte, ging am Mittwoch noch einmal auf die einzelnen Punkte ein. Dass der Marktplatz tatsächlich autofrei bleibt, werden Poller aufgestellt. Lediglich für die Häuser vier und fünf wird es eine Zufahrtsmöglichkeit geben.

Die Möblierung sieht drei große Rundbänke unter den Linden und Eichen vor, ein kleiner Brunnen, der lediglich bis zu einem Meter hohe Fontänen aus dem Boden stößt, wird zum Blickfang, auch bei Nacht, da er beleuchtet wird. Zudem sind weitere Bänke mit und ohne Lehnen vorgesehen. Drei Balanceklötze mitten auf dem Platz sind vorwiegend für Kinder und Jugendliche gedacht. Ob es tatsächlich die größte Sonnenuhr Deutschlands ist, die auf dem Marktplatz aufgestellt wird, vermutet Tobias Mann nur, aber der Gedanke alleine gefiel den Anwesenden ganz gut. Birgit Messner meinte: „Das sind wir uns auch wert. Schließlich waren wir mal größte Uhrenstadt der Welt.“ Die Sanierung des Elfewiebles gestalte sich schwierig, da ein großer Riss mitten auf dem Rücken der Steinfigur zu beklagen sei, berichtete Heinz Messner. Die Stadt sei mit dem Denkmalamt im Gespräch und habe einen guten Restaurator an der Hand, beruhigte Ulf Millauer, Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten.

Der Einwurf, dass die Gastronomiefläche vor dem Haus Marktplatz 10 zu klein sei wegen der Bäume, entkräfteten Millauer und Mann. Es müsse eine Balance geben zwischen freien Sitz- und Aufenthaltsflächen sowie Gastronomie. Zudem sei es eine Kostenfrage für den Gastronomen. Je größer die Fläche, desto mehr Miete müsse bezahlt werden. Dass die Eisdiele auf dem Muslenplatz gut 150 Quadratmeter belegen könne, liege daran, dass dies momentan von der Stadt geduldet werde, so Millauer.

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