Der Kindergarten St. Elisabeth ist umgezogen

Lesedauer: 5 Min
Lisa Herfurth

Der Umzug des St. Elisabeth Kindergartens vom Kolpingheim in das ehemalige Schwesternwohnheim in VS-Schwenningen ist fast abgeschlossen. Eine kleine Gruppe spielt schon seit Mittwoch in den neuen Räumen, die restlichen 60 Kinder kommen nach den Ferien.

Die Kindergartenkinder von St. Elisabeth zogen am Gründonnerstag sowie am Dienstag nach Ostern zusammen mit den Erziehern und den Eltern übergangsweise in die Räumlichkeiten des ehemaligen Schwesternwohnheims. Seit letztem Sommer laufen die Vorbereitungen für den Umzug. Grund dafür ist der Abriss des Kolpingheims an der Mariä Himmelfahrt Kirche, in dessen vorderem Bereich der Kindergarten bisher war. „Wir sind froh, dass wir übergangsweise im Schwesternwohnheim untergekommen sind. Es wird höchste Zeit, dass etwas gemacht wird, weil die Räumlichkeiten im Kolpingheim für unsere Zwecke nicht mehr geeignet sind“, erklärt Kindergartenleiterin Beate Stroka bei einem Rundgang.

Die Erzieher haben im Vorfeld monatelang aussortiert, Kisten gepackt und die Kinder schon mal auf die neuen Räume vorbereitet. „Von heute auf morgen können wir die Kinder nicht aus ihrem gewohnten Umfeld reißen. Gerade unsere Jüngsten brauchen länger, um sich an den Tapetenwechsel zu gewöhnen“, erklärt die Kindergartenleiterin.

Beate Stroka und ihr Team sind in den letzten Zügen des Umbaus. Die Möbel sind fast vollzählig aufgebaut. Jetzt suche alles nur noch seinen richtigen Platz, dabei sei es nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Wichtig für den Erfolg beim Umzug sei der Zusammenhalt in der Gruppe. „Auch das Engagement der Eltern war essenziell. Es ist im Interesse aller, den Umzug so schnell wie möglich abzuwickeln“, berichtet Stroka. Und den Kindern gefällt es. Zumindest der kleinen Not-Gruppe mit vier Kindern, die in der Ferienwoche schon in den neuen Zimmern spielen darf. Ein Junge aus der Gruppe sagt, dass es ihm in dem Ersatz-Kindergarten gut gefällt und genau soviel Spaß macht.

Die Veränderung sei auch nicht so schlimm, weil sie nicht weit weggezogen seien. Ab nächster Woche kommen auch die restlichen 60 Kinder. „Uns fehlt es hier an nichts. Im Gegenteil, die Raumaufteilung bietet viele Möglichkeiten. Im Gegensatz zum Kolpingheim, indem es nur vier große Räume gab, haben wir hier mehrere kleinere Räume, in denen die Kinder ungestört basteln, essen oder spielen können. Das Gebäude bietet auch mehr Platz, als von außen sichtbar ist“, sagt Stroka.

Das Kolpinghaus ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Das ist auch der Grund für den Bau des Familienzentrums. Stroka erinnert sich, dass es das Gebäude seit 1949 gibt und schon ab 1952 wurden die Räume als Kindergarten genutzt. Dementsprechend renovierungsbedürftig sei das Gebäude. “Eine Sanierung wäre aber viel zu teuer. Wir brauchen mehrere kleine Räume, besseres Licht und Schallschutzwände – das alles wird das neue Familienzentrum haben“, sagt sie.

Spätestens im Mai soll das Kolpingheim abgerissen werden. Im Herbst dieses Jahres sollen dann die Bauarbeiten für das Familienzentrum beginnen. Frühestens Anfang 2020 könnte der Kindergarten ins Familienzentrum umziehen. „Die Bauphase wird sicherlich auch für die Kinder nicht ganz einfach, aber wir fühlen uns hier wohl und machen das Beste aus der Situation“, sagt Einrichtungsleiterin Beate Stroka. (sbo)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen