Blick auf den Muslenplatz am Fasnetsmontag: Sein Aussehen wird sich voraussichtlich dieses Jahr nicht mehr verändern.
Blick auf den Muslenplatz am Fasnetsmontag: Sein Aussehen wird sich voraussichtlich dieses Jahr nicht mehr verändern. (Foto: Riesterer)
Fabian Riesterer

Der Beginn der Muslenplatzsanierung in VS-Schwenningen verschiebt sich in das Jahr 2020. Trotzdem soll weiterhin alles parallel zur Eröffnung des neuen Forum VS im Herbst des darauffolgenden Jahres fertig sein. Das sagen die Anlieger.

Baubürgermeister Detlev Bührer und Ulf Millauer, Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten, haben kürzlich in einem Pressegespräch mitgeteilt, dass ein Beginn der Sanierung des Muslenplatzes für das Jahr 2019 nicht mehr vorgesehen ist. Die vielen Einzelabstimmungen mit den Anliegern hätten zwar für eine gute Qualifizierung der Planung gesorgt, diese werde dadurch jedoch auch umfangreicher, lautete die Begründung.

Lothar Hauser, Geschäftsführer von „Die Brille“, hat weder die Begründung, noch die Verzögerung selbst wirklich überrascht. „Es hieß zwar mal, dass es auch bereits 2019 losgehen könnte, aber nun war schon seit längerer Zeit im Gespräch, dass sie erst später starten“, so der Geschäftsführer. Das mache für ihn aus mehreren Gründen auch Sinn. „Zum einen sind bis dahin die Arbeiten auf dem Marktplatz drüben fertig, das bedeutet eine Baustelle weniger zur selben Zeit. Außerdem sind die Arbeiten hier selbst dann kompakter und kürzer, wenn alles in den Jahren 2020 und 2021 stattfindet“, erklärt Hauser. „Der Außenbereich tangiert uns nicht so sehr, da haben die anderen mehr mit der Stadt kommuniziert. Aber involviert in die Gespräche waren wir“, sagt Hauser.

Ein Restrisiko bleibt Eher skeptisch betrachtet wird der spätere Sanierungsbeginn von Christian Hoppmann. „Bei allem, was innerhalb von kürzerer Zeit gemacht werden muss, kann, wenn es schlecht läuft, Chaos entstehen“, befürchtet der Geschäftsführer von „Handyklinik VS“, das sich neben dem „Eiscafé Dolomiti“ befindet. Außerdem würde ihm von Kunden – vor allem Externen – häufig von dem negativen ersten Eindruck berichtet, den der „tote“ Muslenplatz in seinem aktuellen Zustand auf sie mache. „Wenn ich überlege, was früher hier los war, das war schon eine andere Welt.“ Das werde durch das ’s Rössle nebenan nicht besser. Deshalb begrüßt er generell, dass sich in der Sache nun etwas bewege. Für ihn hätte es deshalb nicht früh genug losgehen können. „Jeder Tag, an dem der Muslenplatz früher fertig und umgestaltet gewesen wäre, wäre doch ein gewonnener Tag gewesen“, argumentiert Hoppmann. Er sei in den vergangenen Monaten nicht von den Planern angesprochen oder in Gespräche einbezogen worden. „Hier war gar niemand.“

Auch eine andere Anliegerin zeigte sich verwundert über die Begründung, die Maßnahme zu verschieben. Sie könne sich nicht daran erinnern, je angesprochen worden zu sein. Ihr wäre ein Start der Maßnahme noch dieses Jahr ebenfalls lieber gewesen: „Je früher alles fertig und neu ist, desto besser.“ Wie die anderen Anlieger auch, zeigt sie sich trotzdem über die Zusage der Stadt beruhigt, dass der neue Muslenplatz parallel zum Forum VS fertig sein soll.

Darum geht es auch Massimiliano Gianotti vom „Dolomiti“. Man könne schon befürchten, dass die Umgestaltung nun länger dauert. „Der neue Platz muss ein Grund für die Leute sein, wieder hierher zu kommen. Wenn er denn bis 2021 fertig ist, ist egal, wann angefangen wird.“

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