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Die Wild Wings haben am Sonntagabend ihr erstes Eishockey-Testspiel vor der neuen Saison in Bietigheim gewonnen (wir berichteten). Am Montag bekam die Mannschaft frei. Am Donnerstag geht es ins Trainingslager nach Kreuzlingen. Dort steigt der Bodensee-Cup.

„Es war eine lange und harte erste Trainingswoche. Dass wir da zum Abschluss das Spiel in Bietigheim gewonnen haben, tat uns gut“, befand SERC-Trainer Paul Thompson. Freilich hatten die Wild Wings den Zweitligisten erst in der Verlängerung mit 3:2 bezwungen. „Im ersten Drittel haben wir zu schlampig gespielt. Im zweiten und dritten Drittel waren wir dann aber schon überlegen. Ihr starker Torhüter Stephon Williams hat die Steelers im Spiel gehalten“, befand Thompson. Goalie Ilya Sharipov, der von Bietigheim an den Neckarursprung wechselte und der in der 27. Minute für Strahlmeier kam, konnte sich nicht so auszeichnen, weil Schwenningen nicht so viele Schüsse auf den Kasten bekam.

Dennoch wirkten die Wild Wings in der Offensive stärker als in den Defensivbemühungen. Verteidigerneuzugang Dylan Yeo hatte doch einige Leichtsinnsfehler in seiner Abwehrarbeit, erinnerte da auch ein bisschen an seine vergangene Saison in Iserlohn, die nicht die beste war.

Mit Pat Cannone, Jamie MacQueen und Andreas Thuresson hatten die Schwenninger hingegen eine Sturmreihe aufgeboten, die die DEL aufmischen könnte. „Die drei waren stark, nicht nur weil diese Reihe alle drei Tore geschossen hat“, befand Thompson. MacQueen, Neuzugang von den Eisbären Berlin, netzte nach Vorarbeit von Cannone in Überzahl eiskalt ein. Thuresson, Neuzugang vom HV 71 Jönköping aus Schweden, traf sogar doppelt. Überragend das Tor in der Verlängerung des 31-jährigen Schweden. Bei einem Scheibengewinn im eigenen Drittel lief Thuresson nicht volles Tempo nach vorne, sondern ließ sich Zeit und den Gegenspieler herankommen, um den Puck dann doch platziert unter die Latte zu donnern. „Das war stark von Andreas, er hat in erster Linie auf die Puckkontrolle geachtet und das war genau richtig“, befand auch Thompson.

Eine starke Leistung lieferte Mirko Sacher ab, der ein Verteidigerpaar mit Mark Fraser bildete. „Nachdem Mirko in der vergangenen Saison viel verletzt und lange ausgefallen war, ist er jetzt, wo er wieder richtig fit ist, ein echter Faktor“, befand auch Thompson. Fraser hielt sich hingegen in dem ohnehin fairen Derby in jeglicher Hinsicht zurück.

Am Donnerstag fahren die Wild Wings schon um 8 Uhr ins schweizerische Kreuzlingen, wo sie um 11 Uhr eine erste Eiseinheit im Rahmen ihres Trainingslagers absolvieren. Am Wochenende nehmen die Wild Wings dann am Bodensee-Cup in Kreuzlingen teil. Am Samstag um 15.30 Uhr treffen die Wild Wings auf den schweizer A-Ligisten HC Davos. Am Abend, 19 Uhr, spielt der von Stefan Mair trainierte schweizerische B-Ligist HC Thurgau gegen die Düsseldorfer EG. Am Sonntag steigt um 12 Uhr das Spiel um Platz drei. Das Finale der beiden Siegerteams vom Samstag ist am Sonntag auf 15.30 Uhr terminiert.

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