Behörden nehmen sich den Händlersorgen an

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Nur wenige Schritte vom Markplatz stehen ab sofort mehrere Parkplätze in der Bildackerstraße zur Verfügung.
Nur wenige Schritte vom Markplatz stehen ab sofort mehrere Parkplätze in der Bildackerstraße zur Verfügung. (Foto: Riester)

Vertreter der kleinen Verkehrskommission haben sich am Montag getroffen, um über die aktuelle Verkehrsführung und Baustellensituation am Marktplatz in VS-Schwenningen zu diskutieren. In der Gesprächsrunde mit dabei waren der Erste Bürgermeister Detlev Bührer, WTVS-Geschäftsführerin Beate Behrens, Vertreter der IHK sowie Heinz Messner vom Modegeschäft Casa Moda als Vertreter der Händler.

Die Stadtverwaltung berichtet in einer Pressemitteilung von dem nichtöffentlichen Treffen und zitiert darin Baubürgermeiser Detlev Bührer: „Die Gewerbetreibenden am Schwenninger Marktplatz und deren Zufriedenheit sind der Stadt sehr wichtig, so haben wir in den letzten Tagen bereits die Beschilderung optimiert und auch die Bildackerstraße wieder für den Verkehr geöffnet.“ Zuletzt seien etwa 15 weitere Schilder aufgestellt worden, die auf die freie Fahrt bis zum Marktplatz und den Einzelhändlern hinweisen (wir berichteten).

Nachdem in der vergangenen Woche die Baustellensituation auch Thema im Gemeinderat war, ging es bei dem Treffen darum, weitere Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen. „Die Parksituation am Marktplatz selbst ist nicht so schlecht, aber nicht ortskundige Besucher wissen nicht, wie sie zum Marktplatz kommen“, berichtete Heinz Messner. Die Händler würden deshalb bevorzugen, wenn der Verkehr vom „Rössle-Kreisel“ nach oben zum Marktplatz geleitet werden würde. Die Vertreter von Polizei, dem zuständigen Amt für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten, dem Bürgeramt sowie der Verkehrsgemeinschaft VS GmbH erörterten gemeinsam verschiedene Ideen.

Buslinie kann offenbar nicht geändert werden

Thematisiert wurde insbesondere auch die gewünschte Änderung der Verkehrsführung beim „Rössle-Kreisel“, wodurch aber eine Umleitung des Busverkehrs notwendig wäre. Eine Umleitung durch die Metzgergasse oder eine weitläufigere, wie zum Beispiel über die Seestraße oder die Harzer Straße, wurden ebenfalls angesprochen. Thematisiert wurden auch die Änderung der Fahrtrichtung in der Winkelstraße oder eine Umleitung der Busse vom Busbahnhof über den Muslenplatz. „Unter Betrachtung aller Aspekte bleibt die aktuelle Lösung dennoch die günstigste“, heißt es in der städtischen Mitteilung.

Im Bereich Marktplatz fahren pro Stunde 16 Busse – jegliche Umleitung könnte bis zu zehn Minuten Verspätung für jede einzelne Linie bedeuten, Fahrpläne und Anschlussverbindungen könnten dadurch nicht eingehalten werden – betroffen wären zahlreiche Schüler und weitere Fahrgäste. Zudem gibt es Straßenbereiche, die von den großen Bussen überhaupt nicht passiert werden könnten.

Im Rahmen der Baustelle stellt die Stadt für die Kunden so viel Parkraum wie möglich zur Verfügung. 2017 wurde der ÖPNV über die Metzgergasse geführt, wodurch dort damals die Parkplätze entfallen sind. Aus diesem Grund wird im aktuellen Bauabschnitt über das Rathaus umgeleitet, damit die Parkplätze in der Metzgergasse wieder zur Verfügung stehen. Zudem wurde am vergangenen Freitag die Bildackerstraße wieder geöffnet – „hier stehen ab sofort auch wieder mehrere Parkplätze in sehr zentraler Lage zur Verfügung“, betont die Stadt. Diese können über die Sturmbühlstraße, Gartenstraße und Bildackerstraße angefahren werden.

Stadt weist auf Parkplätze hin

Auf dem Marktplatz selbst stehen weitere 24 kostenlose Stellflächen zur Verfügung. Die wichtigste Information an die Kunden sei, dass der Markplatz trotz Baustelle gut befahrbar ist und vor Ort ausreichende Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen – viele können sogar zeitlich begrenzt, aber kostenfrei mit Parkscheibe genutzt werden. Auch wenn bereits zahlreiche Hinweisschilder die freie Durchfahrt anzeigen, würden viele Kunden wohl den Bereich rund um den Marktplatz meiden, bestätigte Heinz Messner. „Die Kunden müssen direkt und unmittelbar zum Marktplatz geführt werden“, machte sich auch Wirtschaftsförderin Beate Behrens stark.

Gemeinsam mit den örtlichen Gewebetreibenden wird sie eine noch gezieltere Beschilderung, die sich von den anderen Verkehrszeichen deutlich abheben soll, entwickeln und zeitnah anbringen. Weitere Aktionen, wie zum Beispiel ein Baustellenfest, sind in Planung und sollen in den kommenden vier Monaten den Marktplatz beleben und für die Kunden attraktiv machen.

Kreisverkehr soll Ende Oktober fertig sein

Bis voraussichtlich Ende Oktober wird der Kreisverkehr fertig, sodass dann die Spittel- und Dauchinger Straße wieder befahren werden können, zeigt sich die Verwaltung zuversichtlich. „Um die Arbeiten weiter voran zu treiben, arbeitet die ausführende Baufirma bereits 45 Stunden pro Woche sowie jeden zweiten Samstag und ist damit bereits an ihrer Kapazitätsgrenze“, heißt es vonseiten der Stadt. Eine weitere Aufstockung der Baukolonne sei mangels Personal nicht möglich. Dies wurde laut der Pressemitteilung bereits vor Wochen von der Stadtverwaltung geprüft.

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