Baustellenfest und bunte Banner für den Marktplatz

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Bürgermeister Detlev Bührer spricht zu Anliegern des Marktplatzes. Beim zweiten Treffen der Betroffenen werden viele Maßnahmen
Bürgermeister Detlev Bührer spricht zu Anliegern des Marktplatzes. Beim zweiten Treffen der Betroffenen werden viele Maßnahmen diskutiert, die helfen sollen, die Kunden anzulocken. (Foto: Streck)
Sabine Streck

Bis Ende Oktober müssen die Händler um den Marktplatz noch durchhalten, dann soll zumindest der neue Kreisverkehr an der Sturmbühlstraße befahrbar sein. Dies war eine positive Nachricht beim zweiten Treffen der Anlieger am Montagabend.

Die schwere Zeit der Baustellenbehinderungen will nun die Wirtschaftsförderung (WTVS) in Kooperation mit den Händlern durch viele begleitende Maßnahmen lindern. Wirtschaftsförderin Beate Behrens stellte einen ganzen Katalog an Ideen vor. Angefangen von Bannern, die den Autofahrern den Weg in Richtung Marktplatz weisen und sie nicht durch Verkehrsschilder abschrecken sollen, ein Baustellen-Maskottchen soll kreiert werden, die Werbetafeln des Kulturamtes an den Ortseingängen sollen sich zeitweilig mit dem Thema Marktplatzbaustelle beschäftigen. Zudem ist geplant, dass betroffene Einzelhändler ihren Kunden die Parkgebühren erstatten und sich die Gebühren wieder von der WTVS zurückholen. Große Weihnachtskugeln in den Bäumen auf dem Marktplatz sollen „echte Eyecatcher“ werden, so Behrens.

Höhepunkt der Aktivitäten soll erst mal ein Baustellenfest rund um den Marktplatz und einem Teil der Marktstraße am Samstag, 22. September, von 11 bis 17 Uhr, und eine Sonderaktion am verkaufsoffenen Sonntag am 11. November sein. Dafür will die Stadt in diesem Jahr 20 000 Euro außerplanmäßige Ausgaben und den gleichen Betrag im darauffolgenden Jahr noch einmal zur Verfügung stellen. Der Gemeinderat entscheidet am Mittwoch, 25. Juli, darüber.

In einem Brainstorming wurden am Montag viele Ideen für das Fest eingebracht. Reiner Schorer bot zum Beispiel an, sich als Auktionator bei einer Versteigerung zur Verfügung zu stellen. Die schnelle Umsetzung eines Flyers zur derzeitigen Parkplatzsituation rund um die Baustelle stellte Beate Behrens in Aussicht.

Eine Änderung der Verkehrsführung für die Busse, dass sie wieder die Marktstraße Richtung Marktplatz befahren können, werde es nach Absprache mit den Busunternehmern, der Polizei und den Tiefbauern derzeit nicht geben, erklärte Baubürgermeister Detlev Bührer. Die Gelenkbusse bräuchten beide Straßenseiten, dass sie um die Kurve kommen. Wenn im Oktober der Kreisverkehr offen sei, dann sehe es anders aus. „Wir wollen auch, dass es Ihnen gut geht, können aber nicht alles machen“, bekräftigte Bührer und nannte Zahlen. Zusätzlich zu den zwei Mal 20 000 Euro seien alleine 50 000 Euro für die Schaffung von Parkplätzen ausgegeben worden.

Auch die immer wieder drängenden Probleme, die die Schwenninger Innenstadt bietet, kamen zur Sprache. Heinz Messner sprach das aus, was viele von den Zuhörern dachten. Dass der neu gestaltete Marktplatz mit Leben gefüllt werden müsse. Dies sei die Aufgabe der Stadt und des City-Managements. Beate Behrens verwies auf die Vorlage, die im September dem Gemeinderat dazu präsentiert werde. Vorgesehen sei, dass für beide Innenstädte ein Etat zur Verfügung gestellt werde.

In Begleitung einer Akademie aus Aalen sei unter anderem mit dem GVO, der Verwaltung und Hauseigentümern ein City-Management-Konzept entwickelt worden. Das immer unansehnlicher werdende Schwenningen mit den herunter gekommenen Häusern und dem jetzt schon verschmutzen Belag der Fußgängerzone und am Marktplatz wurde kritisiert. In anderen Städten gebe es eine stringentere Regelung für eine saubere Stadt, mahnte Hansjörg Böninger vom GVO an. „Da muss halt ab und zu durchgekärchert werden.“ Man könne die Stadt sauber halten oder „ein Dreckloch draus machen.“ Reiner Schorer meinte resignierend dazu: „In Schwenningen spazieren zu gehen, ist frustrierend.“

Ulf Millauer, Leiter des Amtes für Straßen, Stadtgrün und Altlasten, erwägt den Kauf einer Reinigungsmaschine.

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