Momentan herrscht Stillstand auf der Baustelle am Fäßlesgrund. Auch die Entsorgung des asbesthaltigen Materials ist noch nicht
Momentan herrscht Stillstand auf der Baustelle am Fäßlesgrund. Auch die Entsorgung des asbesthaltigen Materials ist noch nicht geklärt. (Foto: Pohl)
sbo

Bereits vergangene Woche berichtete der Schwarzwälder Bote exklusiv darüber, dass auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Fischer am Fäßlesgrund Bauschutt angeliefert wurde. Anwohner haben die Sorge, dass dieses Material auf dem aufgrund der Bodenbeschaffenheit umstrittenen Areal aufgeschüttet werden soll, um „Bodenproben zu verfälschen“.

Während vergangene Woche Oxana Brunner, Pressesprecherin der Stadt, die Ablagerung von baustellenfremdem Material bereits bestätigte, waren am Montag nochmals Vertreter des Gewerbeaufsichtsamtes, des Amtes für Stadtentwicklung, Abteilung Baurecht, sowie des Amtes für Abfallwirtschaft auf der Baustelle. Das teilte Heike Frank, Pressesprecherin des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis auf Anfrage mit. „Die Recycling-Materialaufschüttung wurde im Vorfeld zwar beim Landratsamt angesprochen, jedoch wurde eine Freigabe zum Einbau nicht erteilt“, betont Frank.

Zwar sei das Material nach ersten Angaben einbaufähig, allerdings stünden noch direkte Materialproben aus. „Es ist durchaus legitim Recycling-Material für verschiedene Einbauten auf einer Baustelle herzustellen, hier beispielsweise eine Trockenschicht um Baumaterial und Baustelleneinrichtungen lagern zu können. Jedoch muss sichergestellt sein, dass das verwendete Material auch die notwendige Eigenschaft und Qualität hat“, erklärt Frank. Dazu sei eine entsprechende Deklarationsuntersuchung vor dem Einbau vorzulegen. Bis das der Fall ist, herrscht auf der Baustelle Stillstand.

Auch in Sachen Asbestsanierung habe sich bislang nichts getan. „Es wird noch eine Zeit dauern, bis die Sanierung durchgeführt werden kann, da der Entsorgungsweg des asbesthaltigen Materials noch nicht feststeht“, führt Heike Frank aus. Es wurde zwar eine Fachfirma mit der Beprobung des kontaminierten Bereichs beauftragt, allerdings habe diese noch keine Zusage einer Deponie, wohin das asbesthaltige Material transportiert und entsorgt werden kann. Das müsse vor Sanierungsbeginn aber geklärt sein.

Deshalb bleibt es vorerst ruhig auf der Baustelle und der kontaminierte Bereich weiterhin abgesperrt.

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