Zu Besuch auf dem Kunsthandwerkermarkt in Villingen-Schwenningen.
Zu Besuch auf dem Kunsthandwerkermarkt in Villingen-Schwenningen. (Foto: Heinig)
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Bestes Marktwetter, schöne Handwerkskünste, ein idyllischer Ort und leckere Verpflegung – der von der freien Kunsthandwerkervereinigung „VS-Mosaik“ und der Wirtschaft & Tourismus GmbH VS (WTVS) im Kurgarten ausgerichtete Kunsthandwerkermarkt war wieder ein großer Erfolg.

Dass der Markt bei seiner zwölften Auflage über 30 Anbieter mehr aufwies als noch vor einem Jahr, zeige, dass er auch überregional beachtet werde, sagt Gabriele Spiegelberg von der Kunsthandwerkervereinigung. Sie begrüßte zusammen mit ihren Helferinnen der WTVS, Simone Haug, Lisa Schöneck und Vanessa Pleines sogar Kunsthandwerker aus der Schweiz, aus Frankreich und dem Norden Deutschlands und bat all jene um Verständnis, die eine Absage erhalten hatten.

Freudig von den Marktbesuchern entdeckt wurden sowohl alte Bekannte als auch viele Neue, die mit neuen Produktideen gekommen waren. Dabei war eine Trendwende unverkennbar: Ganz viele Anbieter stellen mittlerweile nachhaltige Produkte her und wollen ihren Kunden damit sagen: lebe bewusster und im Einklang mit der Natur.

Recycelte Gartendeko

Als Gartenschmuck eignen sich restaurierte Fensterläden, Spiegel und Rahmen. Taschen werden aus ausgedienten Lastwagen-Planen, Turnmatten, Landkarten und sogar Schwimmflügeln hergestellt. Aus Großmutters Tafelbesteck entstehen Schmuck und Leuchten, aus ihrem Geschirr edle Etageren. In Bienenwachs getränkte Stoffe, wie die der Karlsruherin Anja Rotring, ersetzen bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln Alu- und Plastikfolien. Aus Treibholz formen Kunsthandwerker Vasen, kunstvolle Einstecker und Garderoben, aus gesundheitsförderndem Zirbelholz Schalen, Schüsseln und Brottöpfe.

Seifen aus Tiermilch

Im Bereich der Naturkosmetik geht der Trend zur Seife aus Kuh-, Ziegen- oder Eselsmilch. Aus Wachsresten werden neue Kerzen. „All dies soll unsere Umwelt schonen, damit auch die nachfolgenden Generationen auf unserem Planeten leben können“, sagt Gabriele Spiegelberg.

Bei diversen Workshops – so bei Sandra und Markus Kienzle aus Villingen, die nach selbstgemachten Uhren aus Vinylschallplatten im vergangenen Jahr diesmal mit Stoffapplikationen vertreten waren – konnten die Erwachsenen ihre Talente zur Handarbeit entdecken.

Für die Kinder war eine Bastelwerkstatt geöffnet, und sie lauschten verzückt der Märchenfee. An beiden Markttagen blieb die Bühne in der Konzertmuschel nie leer, denn die Organisatorinnen hatten Dank eines Jazz-Trios der Musikakademie VS, Tänzern sowohl der Tanzschule Seidel, als auch aus Ellis Tanzraumschule und dem Schlager-Duo „Spuncies“ für musikalische Unterhaltung gesorgt.

Kunsthandwerk einzukaufen macht durstig und hungrig: Kuchen aus dem Salinen-Café, Thai-Currys sowie griechische Spezialitäten, alles in vegetarischen und veganen Varianten, schaffte Abhilfe.

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