Harry Grüneis (links) und Rupert Kubon spielen in Waidmannsheil zwei sinnierende Jäger, denen nichts vor die Flinte kommt.
Harry Grüneis (links) und Rupert Kubon spielen in "Waidmannsheil" zwei sinnierende Jäger, denen nichts vor die Flinte kommt. (Foto: Theater am Turm)
Schwäbische Zeitung

Im Theater am Turm in der Villinger Schaffneigasse beginnt die Spielzeit 2019/20 mit der ersten Eigenproduktion. Am Freitag, 13. September ist Premiere von „Waidmannsheil“, einer schwarzen Komödie mit Harry Grüneis und Rupert Kubon.

Die Vöglein zwitschern und die letzten Sonnenstrahlen des Abends erhellen die Lichtung. Am Rande des Idylls sitzen zwei Jäger auf einem Hochsitz und lauern auf Beute. Doch kein Schwein kommt zum Abschuss vorbei. Jägerfantasien ziehen auf wie feuchter Abendnebel und nehmen im Zwielicht der Dämmerung Gestalt an.

Komik und Absurdität greifen in dem preisgekrönten Stück der Stuttgarterin Susanne Hinkelbein auf amüsante Weise ineinander.

Gespielt wird nach der Regie von Liliana Valla und zum Teil nach der bühnendeutschen Fassung, die die Autorin dem Original in schwäbischer Mundart folgen ließ.

Als gebürtiger Schwenninger ist Harry Grüneis des Schwäbischen mächtig, wohingegen Rupert Kubon sich eher an die hochdeutsche Fassung halten wird, abgesehen von in 16 Jahren als Oberbürgermeister eines teilweise schwäbischen Oberzentrums aufgegriffenen Idioms. Das Zweipersonenstück lebt von den irrwitzigen Dialogen in einem „grauenhaft gemütlichen“ Kosmos, in dem der Anstand schneller abblättert als die Bäume im Herbst.

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