Markus Fink
Markus Fink (Foto: sbo)
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Was sagen Politiker und Wirtschaftsverantwortliche mit Blick auf das Jahr 2020? Wir haben nachgefragt. Die drei Fragen gehen heute an Markus Fink, seit Sommer 2019 Geschäftsführer der Südwestmetall mit Sitz in Villingen. Die Fragen stellte Wilfried Strohmeier.

Wie sehen Sie bei Südwestmetall die Zukunftsaussichten 2020?

Wir befinden uns bereits inmitten der Vorbereitungen zur anstehenden Tarifrunde. Dies wird mit Jahresbeginn nochmals spürbar anziehen und uns unter Umständen bis in den Mai beschäftigen. Durch die momentane konjunkturelle Schwächephase und den Strukturwandel in der Metall- und Elektroindustrie steht die kommende Tarifrunde dabei unter besonderen Vorzeichen. Deshalb wird es unerlässlich sein, dass wir gemeinsam mit der IG Metall in 2020 einen Abschluss mit Augenmaß und mit vernünftigen, den Strukturwandel flankierenden Elementen finden, damit die baden-württembergische Metall- und Elektroindustrie auch künftig erfolgreich in der Champions-League mitspielen kann.

Welches sind die Hauptaufgaben, denen sich die Unternehmer stellen müssen?

Nahezu jedes Unternehmen wird sich durch die Digitalisierung verändern (müssen). Die Automobilindustrie hat zudem einen nie dagewesenen Strukturwandel zu bewältigen. Das sind riesige Herausforderungen – und das in konjunkturell schwachen Zeiten. Vieles wird sich daher künftig ändern: Vom Produkt über die Art und Weise der Herstellung, Fragen nach dem Standort der Fertigung und danach, wer die notwendigen Teile liefert. Daneben werden sicherlich auch die Qualifizierung der Beschäftigten sowie Maßnahmen zur Steigerung dieser immer stärker in den Fokus rücken.

Welches sind 2020 Ihre persönlichen Arbeitsschwerpunkte bei Südwestmetall?

Natürlich wird ein wesentlicher Schwerpunkt zu Beginn des kommenden Jahres auf der anstehenden Tarifrunde liegen. Daneben werden die Themen auch im Jahr 2020 sicherlich weiterhin von dem aktuell bestehenden konjunkturellen und strukturellen Wandel in der Metall- und Elektroindustrie geprägt sein. Hier geht es zum einen beispielsweise um das Thema Kurzarbeit. Zum anderen werden daneben aber auch beschäftigungssichernde Ergänzungstarifverträge sowie eine enge Begleitung der Mitgliedsunternehmen rund um das Thema Qualifizierung eine wesentliche Rolle in der täglichen Arbeit einnehmen.

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