Rainer Bombardi

Die beliebte und bewährte Messe „Collect Expo – Schätze aus Natur & Werkstatt“ sorgte nun in neuem Gewand für Furore. 42 Jahre lang lockte sie als Messe für Schmuck, Edelsteine, Mineralien, Fossilien jährlich einige tausend Besucher auf das Messegelände.

In ihrer neuesten Ausgabe präsentierte sie sich noch frischer und bereicherte ihr Angebot mit Sonderschauen und wertvollen Ausstellungsstücken aus der Uhrenbranche, dem Antikmobiliar und der Kunstszene. Tobias Ertl, Projektleiter der Südwest Messegesellschaft und der „Collect Expo“, sprach von einem überfälligen Schritt. Ertl berichtete von einer rekordverdächtigen Zahl von 84 Ausstellern. Die Sonderschau entlang der Uhrenstraße erinnerte nicht nur an blühende Zeiten einer Branche, die einst die Region dominierte, sondern ermöglichte auch eine Erweiterung um antike Uhren. Zudem bot sie einigen aktiven Uhrmachern, wie dem Schwenninger Urs Grospitz, die Gelegenheit, bei den Besuchern das Verständnis für ihr Handwerk zu schärfen.

Aus Rheinland-Pfalz zu Gast war Annesuse Raquet, die Fossilien und Edelsteine mit Handwerkskunst und bildhauerischem Geschick miteinander vereint. Ihre weiträumig angeordneten Exponate zogen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Viele Gäste waren auch als Liebhaber von Edelsteinen, aus Sammelleidenschaft oder aus Neugier gekommen. Sie nutzten die Möglichkeit, in das Farbenmeer einzutauchen, das die Edelsteine, Mineralien aber auch die in Handarbeit hergestellten Schmuckstücke boten.

Die Herkunft der Aussteller war so weit gestreut wie die der Besucher. „Seit einigen Jahren kommen wir hierher und finden immer wieder etwas. Auch vielen Händlern sind wir bekannt, da auch sie die Messe immer wieder gerne zu Expertengesprächen nutzen“, sagten Olli und Katja Ettl aus St. Georgen, die regelmäßig zur Messe kommen und deren Entwicklung positiv betrachten. „Mag der Name für viele auch noch fremd sein, insgesamt passt er zum äußeren Erscheinungsbild. Alle ist sauber und wirkt dank Teppichboden und weißen Stellwänden noch ansprechender“, lobte Katja Ettl, die sich für die Ausstellungsstücke aus ästhetischen Gründen interessiert. Mehr Werbung für die Auffrischung der Erfolgsmesse wünschte sich Renate Mayer, die mit einem Sandrosenadlerstein in ihre Heimat nach Biberach an der Riss zurückkehrte. „Der Webaufritt der Messe motivierte uns, hier erneut auszustellen“, bemerkte die Uhldinger Ausstellerin Monika Fay.

Letztendlich zufrieden mit der „Collect Expo“ ist auch der Verein für Mineralogie und Paläontologie im Schwarzwald-Baar-Kreis, der anfangs die Messe initiierte und organisierte. Er präsentierte seine Vereinsarbeit als eine interessante Möglichkeit, die Geologie der Heimat und deren Gesteine zu erkunden. Auch zeige er die Möglichkeit des Schmucksteinschleifens, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Meinrad Kempf, der die Fragen zu einem Hobby beantwortete, das den Vereinsmitgliedern während ihren Gruppenstunden immer wieder neue Entdeckungen ermögliche.

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