Die Arbeitslosenquote für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg blieb gegenüber Juni unverändert bei 2,6 Prozent und 7430 Arbeits
Die Arbeitslosenquote für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg blieb gegenüber Juni unverändert bei 2,6 Prozent und 7430 Arbeitslosen. (Foto: dpa/Jens Kalaene)
sbo

Das Quartalsende hat den Arbeitsmarkt im Juli kaum beeinflusst: Mit 3460 Arbeitslosen liegt die Arbeitslosenquote in der Region bei 2,9 Prozent.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist mit 1550 neuen Stellenangeboten weiter lebhaft, so die Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Region ist stabil.

2195 Personen, 115 weniger als im Juni, meldeten sich im Laufe des Monats erstmals oder erneut arbeitslos, davon 980 Männer und Frauen unmittelbar nach einer Erwerbstätigkeit.

„Die jahreszeitlich üblichen Einflüsse wie das vorangegangene Quartalsende, auslaufende befristete Verträge sowie das Ende betrieblicher und schulischer Bildungsgänge waren ähnlich gering ausgeprägt wie in den beiden Vorjahren“, sagt Thomas Dautel, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in der Region.

Die Arbeitslosenquote für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg blieb gegenüber Juni unverändert bei 2,6 Prozent und 7430 Arbeitslosen. Die Quote lag damit um zwei Zehntel über dem Vorjahreswert von 2,4 Prozent.

Zum überregionalen Vergleich: Die Quote für ganz Baden-Württemberg nahm im Juli 2019 um ein Zehntel auf 3,1 Prozent zu.

Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl der Arbeitslosen

„Die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg wie erwartet gegenüber Juni um knapp 150 auf jetzt 915 an. Meist sind dies gut ausgebildete junge Leute, die in der Regel als Fachkräfte am Markt gefragt sind und eine relativ kurze Zeit der Arbeitslosigkeit zwischen zwei Beschäftigungen überbrücken müssen“, schätzt Dautel.

In den letzten vier Wochen konnten auch wieder fast 2000 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit beenden, gut 680 von ihnen durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sowie 445 weitere durch Eintritt in eine Ausbildung oder eine Maßnahme.

Die Kräftenachfrage war weiter lebhaft mit 1550 neuen Stellenangeboten, die Betriebe und Verwaltungen dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit meldeten. Der aktuelle Bestand an sofort oder später zu besetzenden Arbeitsstellen liegt bei 6260 Angeboten.

Im Landkreis Tuttlingen wurden im Juli 2120 Arbeitslose gezählt, 55 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote kletterte um ein Zehntel auf 2,6 Prozent.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis gab es mit plus 80 auf gut 3460 ebenfalls einen leichten Anstieg bei den Arbeitslosen.

Die Quote stieg ebenfalls um ein Zehntel auf aktuell 2,9 Prozent. Im Kreis Rottweil stieg die Zahl der Arbeitslosen um 70 auf 1850. Die Quote nahm auch hier um ein Zehntel auf 2,3 Prozent zu.

3365 Arbeitslose zählten im Juli 2019 zu den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), das waren 15 weniger als im Juni.

Auf dem Ausbildungsmarkt in der Region ist die Situation zwei Monate vor Ende des Beratungsjahres aus Sicht der Schulabgänger weiter positiv. 2790 Jugendliche haben sich seit Oktober 2018 als Bewerber registrieren lassen.

Für sie bieten sich gute Chancen bei 1865 unbesetzten Ausbildungsstellen. Seit Beginn des Beratungsjahres haben Betriebe und Verwaltungen aus der Region 4485 Ausbildungsplätze zur Besetzung durch Berufsberatung und Arbeitgeber-Service gemeldet.

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