Die Tribüne war beim ersten offiziellen Eistraining der Wild Wings gut besetzt. 2500 Fans sorgten in der Helios-Arena für eine
Die Tribüne war beim ersten offiziellen Eistraining der Wild Wings gut besetzt. 2500 Fans sorgten in der Helios-Arena für eine Rekordkulisse bei einem Training. (Foto: direvi)
wit und Heinz Wittmann

So viel Interesse wie noch nie hat das erste offizielle Eistraining der in der Deutschen Eishockey-Liga spielenden Wild Wings geweckt: Rund 2500 Fans kamen am Freitagabend zum frischen Eis in die Helios-Arena, um ihre neuen Lieblinge zu sehen.

„Die Vorfreude ist riesengroß“, sprach SERC-Stadionsprecher Domenic Liebing den vielen Fans aus dem Herzen. Die Stimmung unter der Rekordkulisse für ein Training der Schwenninger Kufencracks von 2500 Zuschauern – im vergangenen Jahr kamen 1800 Fans – war von Beginn an prächtig. Als erstes durften die Torhüter aufs Eis. „Dustin, Dustin!“, wurde Nationalgoalie Dustin Strahlmeier mit Sprechchören empfangen. Die Strafbank- und Kampfstatistik von Verteidigerneuzugang Mark Fraser hat laut Liebing Potenzial zum Publikumsliebling. Die Fans sahen dies auch so und applaudierten dem Mann mit der Rückennummer 2 heftig.

Dann stimmten sie ein „Happy Birthday“ an. Pat Cannone, der am Dienstag als letzter SERC-Spieler aus Übersee eingetrofen ist, feierte am Freitag seinen 33. Geburtstag.

„Ole, ole, ERC!“, skandierten anschließend die euphorisierten Fans. Besonders viel Beifall erhielt auch der Mann, der als letztes das Eis betrat: Jamie MacQueen, Torjäger der Eisbären Berlin mit der Rückennummer 95. Der 224-fache NHL-Spieler Fraser hat so viele Zuschauer bei einem ersten Training noch nirgends erlebt.

Dann ging es zu den verschiedenen Wettbewerben, in denen es unter anderem um Bierkisten herumzufahren ging und Schüsse über die Bierkisten ins Tor anzubringen. So gab es etliche spannende Duelle. Beispielsweise Stürmerneuzugang Alexander Weiß gegen Verteidigertalent Boaz Bassen. Bassen übte auf der Zielgeraden soviel Druck auf Weiß aus, dass dieser sich auf den Bauch legte, und Bassen lachend als Sieger über die Ziellinie fuhr. „Es ist schon wieder zu Hause zu sein. In diesem Stadion habe ich als dreijähriger Schlittschuhlaufen gelernt“, erklärte Weiß. „Und du läufst noch wie damals“, witzelte Stadionsprecher Liebing. Der einzige im Team verbliebene Finne, Stürmer Markus Poukkula, zeigte ein super Penaltytor gegen den dritten Torwart der Wild Wings, Michael Böhm.

Spieler flachsen miteinander

Nach eineinhalb Stunden war die Trainingseinheit zu Ende. „Mir ist aufgefallen, dass die Spieler viel untereinander geflachst haben. Die Chemie in der Mannschaft scheint zu stimmen. Allerdings hatten wir schon öfters große Namen in Schwenningen, warten wir es einfach mal ab wie die Saison beginnt“, meinte der langjährige SERC-Fan Michael Freygang aus Villingen.

„Das wird eine super Saison. Wenn ich nur den Mark Fraser sehe, an dem muss erst mal ein gegnerischer Stürmer vorbeikommen“, ist der Schwenninger Thomas Hummel hingegen optimistisch, dass es eine tolle Spielzeit für die Wild Wings und ihre Anhänger wird.

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