Der FDP-Bundestagsabgeordnete Marcel Klinge stellt sich auf seinen Abschied aus dem Bundestag ein.
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Marcel Klinge stellt sich auf seinen Abschied aus dem Bundestag ein. (Foto: FDP)
sbo und Michael Pohl

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Marcel Klinge scheint sich mit einem Abschied aus der Bundespolitik anzufreunden. In einem Post auf Facebook schildert er die Chancen auf eine erneute Wahl und mögliche Zukunftspläne.

Marcel Klinge gehört seit 2017 dem Bundesvorstand der FDP an und ist Mitglied im Deutschen Bundestag. Letzteres, so lässt es sein Facebook-Post von Donnerstagabend vermuten, könnte bald der Vergangenheit angehören – zumindest am Ende der aktuellen Legislaturperiode. So schreibt Klinge: „Meine Haltung ist klar – politische Ämter nicht um jeden Preis! Am 17.10. stellen wir die baden-württembergische Landesliste für die #BTW21 (Bundestagswahl 2021, Anmerkung der Redaktion) auf. Ich werde nicht mehr auf einem der vorderen Plätze antreten.“

Sein Ziel und Wunsch sei es gewesen – wie 2017 – auf Platz sechs zu kandidieren. „Das ist dieses Mal leider nicht drin. Wir haben in der FDP Baden-Württemberg viele, die wie ich einen ähnlich engagierten Job in Berlin machen und im Wettbewerb um die vorderen Listenplätze stehen.“ Für seinen Bezirksverband Südbaden sei aktuell wohl frühestens Platz neun machbar, schreibt Klinge. Und auf diesem würde er sogar gegen seinen eigenen Bezirkskollegen Christoph Hoffmann antreten müssen.

„Für mich war und ist Politik immer auch eine Frage der Haltung und am Ende auch ein Charaktertest – und da bin ich mir klar: Diese Grenze möchte ich persönlich einfach nicht überschreiten. Ein Bundestagsmandat wird auf Zeit verliehen, das sollte uns immer bewusst sein und ich habe immer betont, dass ich Politik nicht auf Jahrzehnte machen möchte.“ Nach 20 Jahren Parteiarbeit im Schwarzwald-Baar-Kreis sage er deshalb: „2021 ist ein guter Zeitpunkt für etwas Neues.“ Und so beschäftigt sich Klinge bereits ganz offen mit einem Weg nach der Politik-Karriere: „Ich könnte mir nach dieser Legislatur vorstellen, wieder unternehmerisch tätig zu sein und etwas zu gründen. Aber alles zu seiner Zeit.“

Noch liege ein Jahr politische Arbeit vor ihm, in dem er noch einiges auf dem Zettel habe. Dazu zählten Touristiker, Reisebüros, Gastronomen, Hoteliers, Veranstalter und Schausteller. „Sie alle und ihre tollen Dienstleistungen dürfen wir nicht verlieren. Das ist und bleibt meine Mission, versprochen!“

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