180 Teilnehmer präsentieren ihre besonderen Oldtimer

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 Drei AmericanLaFrance-Fahrzeuge aus den 1920-er Jahren sind der Hit während des Hammerstattrevivals in VS-Schwenningen.
Drei AmericanLaFrance-Fahrzeuge aus den 1920-er Jahren sind der Hit während des Hammerstattrevivals in VS-Schwenningen. (Foto: Bombardi)
Rainer Bombardi

Dynamisch und begeisternd wie in seinen Anfangsjahren hat sich das 19. Hammerstatt-Revival präsentiert, das der Schwarzwälder Automobilclub (SAC) erstmals unter dem Titel SAC Young- und Oldtimerrevival in Schwenningen ausgerichtet hat. Am Sonntag kamen 180 aktive Teilnehmer mit ihren zwei- und vierädrigen Fahrzeugen ins Hammerstatt-Fahrerlager in der Albertistraße.

Dort präsentierten die Fahrer bis zum Abend über 100 Fahrzeuge mehr als die Anmeldezahlen erwarten ließen. „Das ist ein toller Erfolg“, resümierte Sportleiter Hans Ströbel. Er wies insbesondere auf drei noch intakte, in den USA hergestellte AmericanLaFrance2-Oldtimer hin, die einst als Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge dienten. Ihre Entstehungsgeschichte reicht bis ins vorletzte Jahrhundert zurück.Ganz so alt waren die während des Revivals präsentierten Fahrzeuge nicht. Doch mit ihrem Baujahr, das zwischen 1918 und 1922 lag, übertrumpften die Vorkriegsfahrzeuge die meisten der anderen Oldtimer um Längen.

Weil es aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich ist, verzichteten die Organisatoren bereits im dritten Jahr darauf, Autorennen zu veranstalten. „Der Aufwand ein Rennen auf öffentlichen Straßen zu organisieren, ist inzwischen derart hoch, dass es sich arbeitstechnisch und hinsichtlich des Zeitaufwandes nicht mehr lohnt, sie regelmäßig durchzuführen.“

An Stelle der Geschwindigkeitswettbewerbe nutzten die Teilnehmer die Chance, ihre jungen und alten Oldtimer während drei Korsofahrten zu präsentieren. Die ersten Runden drehte die Königsklasse mit den AmericanLaFrance-Oldtimern an der Spitze. Danach folgen die Oldtimer und die Youngtimer, bei denen auch die Beschleunigung eine besondere Rolle spielte. Den Abschluss machten die historischen Zweiräder. Stolz ließen viele von ihnen die Motoren aufheulen und genossen es, winkend am Publikum, das sich entlang der Straße reihte, vorbei zu rauschen.

Soundchecks, die Ausstellung historischer Motorräder und Autos rundeten das Revival ab. Oldtimer-Liebhaber und Vehikelfreunde nutzten die Gelegenheit zu Fachsimpeleien und ihre Erfahrungen zu dem einen oder anderen Modell auszutauschen. Andere wiederum waren in eine Zeit eingetaucht, als viele Fahrzeugtypen noch ihren eigenen Charakter hatten. Einmal mehr war das Revival dank einer Vielzahl an ehrenamtlichen Helfern bestens organisiert.

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