100 000 Euro Schaden entstand bei einem Brand in Villingen.
100 000 Euro Schaden entstand bei einem Brand in Villingen. (Foto: Britta Pedersen)
Schwäbische Zeitung

Kurz vor Mitternacht des Neujahrstages ist es in der Dattenbergstraße in Villingen zu einem Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gekommen. Eine Frau erlitt eine Rauchvergiftung, mehrere Bewohner kamen vorsorglich ins Krankenhaus, so die Polizei. Nach ersten Ermittlungen dürfte ein Defekt an einer elektrischen Weihnachtsdekoration im Bereich der Wohnzimmergardinen in der von fünf Personen bewohnten Wohnung zum Brand geführt haben, der dann schnell auf die Gardinen und die gesamte Wohnung übergriff. Schadenshöhe: mehr als 100 000 Euro.

Die Feuerwehr Villingen rückte mit Unterstützung der Abteilungen Unterkirnach und Pfaffenweiler mit zehn Fahrzeugen und 70 Einsatzkräften aus. Bei der Evakuierung des Hauses rettete die Feuerwehr neben den anderen Bewohnern die fünfköpfige Familie aus der brennenden Wohnung. Während vier Familienmitglieder unverletzt blieben, musste die 45-jährige Mutter wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung in das Schwarzwald-Baar Klinikum gebracht werden. Auch andere Bewohner wurden vorsorglich zur Untersuchung zur Klinik gefahren.

Trotz der sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass die Wohnung im Obergeschoss durch die Hitzeeinwirkung fast vollständig beschädigt wurde. Auch das Treppenhaus und andere Wohnungen wurden laut Polizei durch Hitze und Ruß in Mitleidenschaft gezogen. Im Gegensatz zur ausgebrannten Wohnung blieben die anderen fünf Wohnungen zumindest eingeschränkt bewohnbar. Der Gesamtschaden durch den Brand dürfte nach ersten Schätzungen 100 000 Euro übersteigen.

Bei dem Brand waren auch die Stadtwerke zur Stromabschaltung sowie der Technische Dienst zur Abstreuung der Straße eingesetzt, da Löschwasser drohte zu überfrieren. Der DRK-Ortsverband Villingen kümmerte sich während der Löscharbeiten um die Bewohner des Hauses. Bis auf die betroffene Familie konnten diese nach dem Einsatz die Wohnungen wieder betreten. Vertreter der Doppelstadt kümmerten sich derweil um die Unterbringung der Familie in einer Notunterkunft. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern noch an.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen