Zwei Tuttlinger sollen an Drogengeschäften in Millionenhöhe beteiligt gewesen sein

Lesedauer: 13 Min
Kokain
Kiloweise Drogen – darunter auch Kokain – sollen die Männer im großen Stil verkauft haben. Jetzt müssen sie sich vor dem Landgericht in Rottweil verantworten. (Foto: Symbol DpA/Frank Leonhardt)

Es ist der wohl umfangreichste Prozess in der Geschichte des Landgerichts Rottweil und es geht um organisierte Kriminalität – entsprechend sind die Aufwendungen und Vorkehrungen. Nicht nur Gericht und Staatsanwalt sind doppelt besetzt, um nicht zu riskieren, dass dieser bis Ende April terminierte Prozess platzt und ganz neu aufgerollt werden muss.

Auch jeder der neun Angeklagten hat deshalb mindestens zwei Verteidiger – in manchen Fällen sind es sogar drei. Im Gerichtssaal herrscht Enge. Auch deshalb, weil der Zuschauer-Bereich zum ersten Mal durch eine Fensterfront abgetrennt ist. Die Plätze waren allerdings am ersten Verhandlungstag mit gut einem Dutzend Interessenten, allem Anschein nach vor allen Verwandte und Bekannte der Angeklagten, kaum zur Hälfte besetzt.

Die Angeklagten müssen jeden Morgen an den mehr als 40 Prozesstagen aus neun verschiedenen Gefängnissen aus dem ganzen Land – von Offenburg bis nach Stuttgart – nach Rottweil gefahren werden, jeder mit zwei Begleitern.

Und so kam es, dass am ersten Prozesstag manche Gefangenen-Transporte mit Martinshorn und Blaulicht zum Landgericht rasten. Kenner sehen einen Grund darin, dass so die Gefahr gebannt werden soll, dass die Angeklagten bei Stopps an Ampeln flüchten. (här)

Sie sollen einem Drogenring angehört haben und Kokain in Millionenhöhe verkauft haben. Zwei Tuttlinger sind Teil des wohl größten und aufwändigsten Prozesses am Landgericht Rottweil.

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