Zuhören? Das sollte die Maxime von Politikern sein!

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Christian Gerards
Christian Gerards (Foto: Archiv)
Redaktionsleiter

Eine Kampagne, bei der Politiker zuhören wollen? Was die CDU im Kreis Tuttlingen machen möchte, gehört aber doch zu den Kernaufgaben der Politik: zuhören, die Sorgen der Menschen ernst nehmen und Lösungen für Probleme anbieten.

Dass dazu nun bei der Union eine Kampagne notwendig wird, zeigt, wie sehr sich inzwischen auch die Lokalpolitik von den Menschen entfernt hat. Nicht das Sendungsbewusstsein, sondern die Fähigkeit, auf die Menschen einzugehen und sie ernst zu nehmen, eben einfach zuzuhören, sollte die Maxime der Politiker sein. Das scheint verloren gegangen zu sein.

Und wie immer kann man die Uhr danach stellen, wann solche Aktionen vor allem bei den großen Parteien starten, um Bürgernähe vorzugaukeln – knapp ein Jahr vor einer wichtigen Wahl. Die Union ist da in guter Gesellschaft: Die Tuttlinger SPD hat sich schon vor wenigen Monaten auf den Weg gemacht. Auch die Tuttlinger LBU hört auf dem Marktplatz immer wieder bei den Bürgern nach. Wann folgen denn FDP und Freie Wähler mit ihrer Charmeoffensive rund ein Jahr vor der Kommunalwahl?

c.gerards@schwaebische.de

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