Züge bringen nicht nur Kinderaugen zum Leuchten

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Kinder ebenso wie Erwachsene sind von der Modelleisenbahn fasziniert.
Kinder ebenso wie Erwachsene sind von der Modelleisenbahn fasziniert. (Foto: Simon Schneider)
Simon Schneider

Die Eisenbahnfreunde Tuttlingen haben am vergangenen Wochenende im Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) mit verschiedenen Zügen und einer riesigen Landschaft viele Fans und Kinderaugen zum Staunen gebracht.

Der Bau der Modulanlage hat im Verein der Eisenbahnfreunde Tuttlingen eine fast 20-jährige Tradition. Denn schon damals entwickelten sie das Schienennetz, umgeben von einer Landschaft. Die ständige Weiterentwicklung bis heute bringt nicht nur die zahlreichen Kinder, sondern auch viele Kenner und Fans von Modellbahnen zum Staunen.

420 Meter Schienen verlegt

Im IKG präsentierte der Verein unter dem Motto „Erlebnistage Modellbahn“ seine ständig gewachsene Modulanlage mit 420 Meter Schienen. Auf insgesamt 85 Modulen verkehren gleichzeitig 20 Züge während 30 Loks auf ihren Einsatz warten. Die detailreiche Landschaft mit Flüsse, Seen, Tiere, Gärten, klassische Schwarzwaldhäuser und vielem mehr, an denen die Modelleisenbahnen vorbeifahren, waren ein Hingucker am vergangenen Wochenende. „Wir haben über die Stimmigkeit der Landschaft und deren Präzision positives Feedback erhalten“, betonte der Erste Vorsitzende der Eisenbahnfreunde Tuttlingen, Robert Dolata.

Es gab nicht nur Fabrikate von Märklin, Fleischmann, Roco oder Brawa von 1963 bis heute oder den Güterverkehr zu sehen, sondern zahlreiche Highlights, wie das Bahnbetriebswerk mit zwei Drehscheiben oder der Kreuzungsbahnhof Bonn. Einmalig auf einer Ausstellungsanlage in Deutschland sahen die Besucher am vergangenen Wochenende in Tuttlingen den zwölf Meter langen Rangierbahnhof mit einem funktionsfähigen Ablaufberg.

Den Besuchern dürften einige Züge besonders gut bekannt sein, da sie damit schon selbst mitgefahren sind. Die Eisenbahnfreunde präsentierten die in Süddeutschland bekannten Züge, wie den Regional-Express oder für die Region Tuttlingen, den Ringzug in der aktuellen Farbgebung und den Holcimzug, der im Donautal unterwegs ist.

Die Kinder hatten selbst die Möglichkeit, mit Hilfe eines uniformierten Vereinsmitglieds die Züge über die Anlage zu steuern – ganz im Stile eines echten Lokführers. Auf der Anlage gibt es den Betrieb von Märklin- und Zweileiter-Systeme zu entdecken. Auf Monitoren überwachten die Fahrdienstleiter das Stellwerksbild der Bahnhofsgleise und bestimmten den Fahrweg der Züge. Im Maßstab 1:45, und damit größer als die bekannten Modelleisenbahn-Anlagen, baute der Verein im IKG die Spur-0-Anlage – eine großspurige 20 Meter lange Nebenbahn, auf der eine Dampflok auf und abfährt.

Die Jugendgruppe der Eisenbahnfreunde beteiligte sich mit sieben Modulen, die sie selbst fertigten.

Der Vorsitzende Robert Dolata ist mit der Ausstellung durchweg zufrieden: „Es hat uns gefreut, dass wir viele Familien mit Kindern begeistern konnten und die Veranstaltung sehr gut angenommen worden ist. In der Jugendgruppe haben sich Interessierte Kinder gemeldet, die unser Jugendleiter Sebastian Fritz mit allen Details versorgt hat“, so Dolata. Er betonte, dass die Partner-Veranstaltung mit Immendingen und dem Kombi-Ticket gut angenommen worden sei. Der Vorsitzende kündigte an, dass die Hobbytage, eine ähnliche Veranstaltung mit auswärtigen Gästen, am 24. und 25. November 2018 im IKG stattfindet.

Weitere Eindrücke der Veranstaltung gibt es in einer Online-Galerie unter schwaebische.de/tuttlingen.

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