Wild Wings siegen überraschend zum Saisonauftakt

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Schwenningens Stürmer Stefano Giliati (im Vordergrund) erzielte für den SERC das zwischenzeitliche 2:2 für seine Farben. Am Ende
Schwenningens Stürmer Stefano Giliati (im Vordergrund) erzielte für den SERC das zwischenzeitliche 2:2 für seine Farben. Am Ende siegten die Wild Wings gegen Nürnberg 3:2 nach Verlängerung. (Foto: Dieter Reinhardt)
Heinz Wittmann

Tore: 0:1 (5.) Dupuis, 1:1 (35.) Korhonen, 1:2 (40.) Festerling. 2:2 (58.) Giliati, 3:2 (64.) Brückner - Strafen: Schwenningen 6, Nürnberg 12 Minuten. - Schiedsrichter: Michael Klein (Stuttgart) und Gordon Schukies (Herne). - Zuschauer: 4077.

Die Schwenninger Wild Wings haben am Freitagabend zum Auftakt der neuen Saison in der Deutschen Eishockeyliga (DEL) in der heimischen Helios-Arena gegen die Nürnberg Ice Tigers 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) in Overtime gewonnen. Die Tore für den SERC erzielten Neuzugang Ville Korhonen, Stefano Giliati und Benedikt Brückner. Die Wild Wings hatten zwei Mal zurückgelegen.

Wie wurde Will Acton an seiner ehemaligen Wirkungsstätte empfangen? Beim Training der Ice Tigers am Morgen in der Helios-Arena recht herzlich. Ehemalige Mitspieler und auch Wild-Wings-Chefbetreuer Wolfi Stegmann unterhielten sich mit dem 31-jährigen Neu-Nürnberger freundschaftlich. Vor der Partie am Abend spielten die Ice Tigers zum Aufwärmen Fußball-Tennis auf dem rückwärtigen Parkplatz. Acton schied als Erster aus. In der Halle waren zu dem Zeitpunkt nur die Dauerkarteninhaber. Die begrüßten ihn freundlich, Acton winkte einzelnen Fans zurück.

Die Ice Tigers gingen in der fünften Minute in Front, als sie einen Schwenninger Fehler gnadenlos ausnutzten: Der SERC agierte in Überzahl. Verteidiger Kalle Kaijomaa schoss aber seinen eigenen Mann ab, die Gäste fuhren in Unterzahl ein Break, und Philippe Dupuis überwand Torwart Dustin Strahlmeier.

Anschließend agierten die Wild Wings für 22 Sekunden in doppelter Überzahl. Der Schuss von Stefano Giliati war für Nationaltorwart Niklas Treutle aber kein Problem. Zum Ende des ersten Drittels spielten die Franken, die nur mit drei Sturmreihen agierten, Powerplay. Schwenningen stand in Unterzahl solide. Es blieb beim 0:1.

Im zweiten Drittel hatten die Wild Wings auch in der Offensive endlich einige Möglichkeiten. Kaijomaa und Danner vergaben jedoch. Auf der anderen Seite spielte der ehemalige Schwenninger Verteidiger Tim Bender einen Zuckerpass auf Dupuis, der scheiterte aber an Strahlmeier. Der Franke wurde dabei etwas von Verteidiger Dominik Bohac abgedrängt.

In der 35. Minute agierten die Wild Wings in Überzahl. Neuzugang Ville Korhonen schnappte sich den Puck, ging über links durch und haute das Spielgerät unhaltbar in den Winkel des lange Ecks. In letzter Sekunde des Mitteldrittels gingen die Nürnberger jedoch erneut in Front. Brett Festerling drückte den Puck zwei Zehntelsekunden vor Schluss über die Torlinie.

Stefano Giliati macht das 2:2

Bei den Wild Wings fiel jetzt auch noch der finnische Verteidiger Kaijomaa verletzungsbedingt aus. Dann 1:39 Minuten doppelte Überzahl für Schwenningen. Giliati und Jussi Timonen brachten die Scheibe aber nicht unter. Zweieinhalb Minute vor Schluss nahm sich Giliati ein Herz und hämmerte den Puck zum Ausgleich ins Netz. Es ging die Verlängerung.

Eine Strafe gegen Nürnberg war angezeigt, die Wild Wings agierten mit vier Feldspielern. Verteidiger Benedikt Brückner, der in der vergangenen Saison kein Tor geschossen hatte, erzielte den Siegtreffer für die Wild Wings. Am Sonntag, 16.30 Uhr, gastieren die Schwenninger bei den Grizzlys Wolfsburg.

Tore: 0:1 (5.) Dupuis, 1:1 (35.) Korhonen, 1:2 (40.) Festerling. 2:2 (58.) Giliati, 3:2 (64.) Brückner - Strafen: Schwenningen 6, Nürnberg 12 Minuten. - Schiedsrichter: Michael Klein (Stuttgart) und Gordon Schukies (Herne). - Zuschauer: 4077.

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