Die Mühlheimer Felsenhöhle, hier bei einem Höhlentag, soll einer der neuen Geopoints im Kreis Tuttlingen werden.
Die Mühlheimer Felsenhöhle, hier bei einem Höhlentag, soll einer der neuen Geopoints im Kreis Tuttlingen werden. (Foto: Archiv: Simon Schneider)
ajm

Der Landkreis Tuttlingen erhöht seinen Mitgliederbeitrag an den Unesco Geopark Global Schwäbische Alb. Dadurch können weitere Geopoints im Landkreis hinzukommen. Zudem können die Aktivitäten der bestehenden drei Geopark-Infostellen im Landkreis intensiviert werden – und nicht zuletzt das Unesco-Label erhalten bleiben.

Der Unesco Global Geopark in der Schwäbischen Alb besteht seit 2015 als einer von 147 Unesco-zertifizierten Landschaften weltweit. Der Geopark zeichnet sich durch 26 Infostellen und 29 Geopoints aus. Geopoints sind kleinere Einrichtungen, die keine Kapazität für eine Infostelle haben.

Im Landkreis Tuttlingen gibt es folgende Geopark-Infostellen: Das Freilichtmuseum in Neuhausen ob Eck, das Museum Auberlehaus in Trossingen und die Kolbinger Höhle. Neue mögliche Infostellen sollen werden: das Untere Schloss in Immendingen, das Museum Vorderes Schloss in Mühlheim, das Gewerbemuseum in Spaichingen und das Museum Fruchtkasten sowie das TuWass, beide in Tuttlingen.

Als Geopoint ist bisher das Höwenegg in Immendingen gekennzeichnet. Laut Siegfried Roth, dem Geschäftsführer des Geoparks, wird an Christi Himmelfahrt zudem die Mühlheimer Felsenhöhle als Geopoint ausgezeichnet.

Forderungen der Unesco sind eine bessere finanzielle Ausstattung, mehr Personal und eine bessere Kennzeichnung der Geoparks. Dafür wird der Mitgliedsbeitrag auf 95 000 Euro erhöht. Außerdem wird die Stelle der Geologie auf eine Vollzeit-Stelle aufgestockt sowie eine 0,5-Stelle jeweils für Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsmanagement eingerichtet. Des Weiteren ist das Ziel, eine Mindestbeschilderung zu den Geopoints zu errichten und QR-Codes, verlinkt mit einer Website, am jeweiligen Point einzuführen. Die bestehende Infrastruktur, zum Beispiel die Rad- und Wanderwegbeschilderung, soll dabei miteinbezogen werden.

Geopark-Schule nennt sich im Landkreis Tuttlingen die Grundschule Kolbingen. Die Auszeichnung „Geopark-Schule“ steht laut Roth für eine intensivere Beschäftigung mit der Erdgeschichte und der Geologie. Interesse an dem Titel einer Geopark-Schule haben im Landkreis unter anderem die Schloss-Schule Immendingen und weitere Schulen, die noch in Verhandlung stehen.

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