Gut besucht war das Barschen im Sportheim.
Gut besucht war das Barschen im Sportheim. (Foto: Andrea Utz)
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Traditionell zum Jahresende sind in Durchhausen wieder die Würfel beim Barschen gefallen. Dieses gelebte Brauchtum zum Jahreswechsel findet immer am Silvesternachmittag statt – gleich in drei Lokalitäten, dem „Stehle Stüble“, im Sportheim und in der Albvereinshütte. Mehr als 200 Neujahrsringe wurden an den Mann beziehungsweise Kind oder Frau gebracht.

Neujahrsringe sind überdimensionale, kunstvoll geformte Brezeln aus süßem Hefezopfteig, 400 bis 500 Gramm schwer, im Wert von etwa drei Euro, die bei Bäckereien der Region hergestellt werden. Das Spiel selbst ist recht simpel. Beliebig viele Spieler können teilnehmen, mindestens jedoch zwei Personen. In der Regel sind es drei bis fünf Spieler in einer Spielrunde. Zunächst bringt jeder seinen Geldeinsatz ins Spiel. Dessen Höhe wird bestimmt durch die Teilnehmerzahl, denn der Wert des Rings soll dem Gesamteinsatz entsprechen. Ein Lederbecher mit drei Würfeln macht jetzt die Runde, jeder addiert seine Augenzahl von drei Würfen. Der Spieler mit der höchsten Augenzahl darf den Ring an sich nehmen. Eine Besonderheit ist, dass die vermeintlich niedrigste Kombination, also drei Einser, mit 19 Augen gezählt wird.

Fröhlich wurde im Sportheim im Kreis herum gewürfelt. Mehrere Familien konnten mit fünf Brezeln nach Hause gehen. „Das Mädchen neben mir hatte 48 gewürfelt, das ist ein super Ergebnis. Und dann habe ich 49 gewürfelt und der Neujahrsring gehörte mir,“ freute sich eine neunjährige Würflerin und zeigte stolz ihre Brezel. Insgesamt viel Freude hatten die Durchhauser und ihre Gäste beim Barschen. Und wem das Würfelglück versagt blieb, der konnte auch einen Ring käuflich erwerben, um nicht mit leeren Händen nach Hause zu kommen.

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