Vorzeige-Sporthalle „Cube“ an Karlschule eröffnet

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„Cube“  - Sporthalle an der Karlschule eingeweiht
„Cube“ - Sporthalle an der Karlschule eingeweiht (Foto: ViMP Import)

Viel Licht, eine helle Wandverkleidung, grüner Hallenboden und der Geruch von frisch verbautem Holz. Der sogenannte „Cube“, die neue Sporthalle der Karlschule, ist am Dienstag eröffnet worden. Das bedeutet nicht nur neuen Raum für den Schulsport. Denn mit der integrierten Cafeteria erhält die Grundschule auch eine eigene Mensa. Zusätzlich ist ein sogenannter Bewegungsraum entstanden, in dem in Zukunft beispielsweise Gymnastikstunden stattfinden können.

Am Nachmittag konnten sich Eltern bei einem Tag der offenen Tür ein Bild von dem 2,2 Millionen Euro teuren Bau machen. „Sehr schön. Die Halle ist sehr hell und modern“, sagt etwa Sandra Pauli. Sie war mit ihrer Tochter gekommen, um die neue Halle zu begutachten. Im Vergleich zur alten Halle sei der „Cube“ eine große Verbesserung. „Die alte Halle war schon eine Zumutung“, sagt sie.

Doch nicht nur Eltern zeigten sich glücklich über den „Cube“. Auch Schulleiter Till Haendle zeigte sich zufrieden. „Wir haben schon gar nicht mehr alle Klassen in der Sporthalle untergebracht. Manche mussten dann auf dem Pausenhof Sport machen mit einer Einzelstunde. Wir waren vom Wetter abhängig“, sagt Haendle. Damit soll jetzt Schluss sein. Vor allem der zugewonnene Bewegungsraum schaffe neue Möglichkeiten. „Wir können jetzt Bewegungsstunden machen, auch mal spontan, wenn man das Gefühl hat, die Kinder brauchen gerade Bewegung“, so Haendle. Vor allem im Ganztagesbetrieb werde die Schule profitieren. „Die Kinder sind acht Stunden am Tag hier und brauchen einfach Bewegung. Und das sind hier die idealen Räume dafür“.

In der Mensa bekommen die Schüler erstmals ihr Mittagessen in eigenen Räumen. Zuvor waren sie auf das Angebot eines Kindergartens angewiesen gewesen. Die ersten Sportstunden haben bereits stattgefunden, der Cafeteriabetrieb startet in der kommenden Woche. Ab Herbst werden auch die ersten Sportvereine ihre Trainingseinheiten in den „Cube“ verlegen.

Die Sporthalle war als Kooperationsprojekt zwischen der Stadt und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geplant. Der zog sich aber aus dem Projekt zurück. Die Stadt und Architekt Jochen Wilfert führten das Projekt dann in Eigenregie fort (wir berichteten).

„Ich hoffe, dass die Sportfunktionäre doch noch dieses Modell entdecken und dass es auf andere Städte übertragen wird“, sagte Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck bereits am Morgen in einer Feierstunde. Über eine „zeitgemäße Turnhalle für die Karlschule“ freute sich der Elternbeiratsvorsitzende, Hannes Egle. Er bezeichnete den „Cube“ als „Vorzeigeobjekt“. Gesegnet wurde die Halle von den Pfarrern Jens Junginger und Richard Grotz.

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