Volles Haus für 66 Künstler und 99 Arbeiten

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Volles Haus in der Städtischen Galerie: Die Jahresausstellung mit Werken von 66 Künstlern ist eröffnet.
Volles Haus in der Städtischen Galerie: Die Jahresausstellung mit Werken von 66 Künstlern ist eröffnet. (Foto: S. Bruch)

Zahlreiche Besucher sind am Freitagabend in die Städtische Galerie zur Vernissage der Jahresausstellung geströmt. 66 Künstler aus Stadt und Region stellen dort ihre Werke aus. Die Jahresausstellung sei eine der schönsten Traditionen im vielfältigen Tuttlinger Kulturleben, betonte Erster Bürgermeister Emil Buschle in Vertretung von Oberbürgermeister Michael Beck bei der Eröffnung.

So werde zum Jahresende eine künstlerische Bilanz gezogen, Künstler und Künstlerinnen aus Tuttlingen und dem Umkreis können zeigen, was sie während der zurückliegenden Monte geschaffen haben. Ihre Werke bereicherten unser Leben. Die traditionelle Jahresausstellung erfülle eine wichtige kulturelle und gemeinschaftsbildende Funktion. Die Kunstschaffenden hätten ihre Arbeit zur Diskussion gestellt, dem Urteil der Jury übergeben und dabei auch riskiert, eine Absage zu bekommen. Buschle ermutigte diejenigen, die in der Ausstellung nicht vertreten seien, sich nicht entmutigen zu lassen und sich nächstes Jahr wieder zu bewerben.

Der Dank des Ersten Bürgermeisters galt auch der Jury, die sich aus einer Fachjury und Mitgliedern des Gemeinderats zusammensetzt – den Künstlern Reinhold Adt, Maria Magel und Horst Willi Kurschat und den Gemeinderatsmitgliedern Hellmut Dinkelaker, Renate Gökelmann, Martina Heinz und Ulrike Martin. Beworben hatten sich 95 Künstler, die 204 Arbeiten eingereicht haben. Begeisternd sei die Vielfalt der Exponate mit Bildern, Fotos, Skulpturen mit unterschiedlichsten Konzepten und Techniken gewesen, hieß es von der Jury.

Neben der Begegnung mit Werken bekannter Künstler sind dabei auch Entdeckungen von selten Gesehenem möglich. 66 Künstler mit insgesamt 99 Arbeiten haben es in die Ausstellung geschafft. Buschle dankte der Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck für dieses und viele weitere Kunstprojekte: „Sie sind ein Glücksfall für uns.“

Die Galerie habe sich 2015 erneut als Anziehungspunkt erwiesen mit einer Serie von aussagekräftigen Ausstellungen, die man im Wechsel mit dem Kunstkreis veranstaltet habe, betonte Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck, die in ihrer Einführung auf die Ausstellungen des Jahres zurückblickte. „Wir sehen uns im Auftrag, den Themen und Anliegen eine Plattform zu bieten, die die Menschen beschäftigen und ihre Existenz bestimmen. Als öffentliches Haus sind wir uns der Spezifik und der daraus resultierenden besonderen Verantwortung, auch und gerade für das Regionale, bewusst.“

In diesem Kontext siedle sich als Herzstück die Jahresausstellung an. Hier fänden sich die unterschiedlichsten Handschriften und Ausdrucksweisen im Wettstreit. Allen Teilnehmern gebühre größter Respekt – sowohl den Arrivierten, als auch den Neulingen, die sich mutig dazu durchgerungen haben, sich dem kritischen Auge zu stellen. Die Kunst sei ein Exerzierfeld für das Leben. Das böten die hier ausgestellten Werke in ihrer Heterogenität und Vielfalt in jedem Fall.

„Ich freue mich, dass Kunst hier in Tuttlingen einen wichtigen Platz einnimmt“, so die Galerieleiterin. Kunst stehe direkt oder indirekt mit dem realen Leben in Verbindung. Tuttlingen sei eine Stadt im Aufwind, sie bewege sich in jeder Hinsicht, und die Kunst sei hierfür Indikator. An der Basis der Bewegtheit stehe in besonderer Weise die Jahresausstellung.

Passend zur Ausstellung ließen die Musiker Karl Koch und Laurenz Wolf mit Vibraphon und Schlagwerk Bilder im Kopf entstehen und sorgten so für eine spannende musikalische Begleitung der Vernissage – zur Freude der Besucher.

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