Volle Kraft voraus für mehr als 4000 Läufer

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Hoch motiviert, aber auch ein wenig ungestüm: Bei den Kinderläufen sind schon die Kleinsten am Start.
Hoch motiviert, aber auch ein wenig ungestüm: Bei den Kinderläufen sind schon die Kleinsten am Start. (Foto: Simon SChneider)

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„Die Duschen von der Feuerwehr“, sagte Alexandra Schuster aus dem Gränzbote-Team bei der Siegerehrung, „das ist das Beste gewesen!“ Sie sprach damit vielen Läufern aus dem Herzen: Wieder einmal war das run&fun-Wochenende sonnenreich und heiß – der Stimmung tat das allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil: Gerade bei der Party am Samstagabend sei selten soviel los gewesen, hieß es.

Aber der Reihe nach: „Viel los“ ist das Stichwort für die diesjährige Tuttlinger Laufveranstaltung: Sie verzeichnet einen neuen Teilnehmerrekord. 4115 Läufer meldeten sich an, zum ersten Mal haben die vier ausrichtenden Vereine damit die 4000er-Marke geknackt. Nicht nur deshalb war Organisationschef Thomas Ulrich am Ende der beiden Tage „sehr zufrieden“.

Gewitterwarnung am Samstag

Seine Bilanz: keine großen Unfälle oder Pannen, dafür viele Besucher und insgesamt gutes Wetter. Nur einen kurzen Moment der Unsicherheit hatte es am Samstag gegeben. Kurz vor dem Fünf-Kilometer-Lauf zogen gegen 15.30 Uhr dunkle Wolken auf. „Wir haben uns beraten, aber eigentlich nie wirklich überlegt, ob wir abbrechen müssen“, sagt Ulrich. Die Prognosen zeigten: Das Gewitter würde mit großer Wahrscheinlichkeit an Tuttlingen vorbeiziehen, und so kam es auch. Lediglich Regen prasselte eine halbe Stunde lang auf den Festplatz nieder.

Dennoch musste der Fünf-Kilometer-Lauf wegen des Regens etwa 20 Minuten nach hinten verschoben werden. Schon beim darauffolgenden Zehn-Kilometer-Lauf war die Veranstaltung allerdings wieder im Zeitplan.

Als um 20 Uhr die Band auf die Bühne kam, war der Zwischenfall schon vergessen. Professor Alban und die Heimleuchter, eine Tuttlinger Coverband, brachte die Leute sogar dazu, auf Bänken und Tischen zu tanzen – was Catering-Chef Thomas Höll aus dem Organisationskomitee ein Lächeln ins Gesicht zauberte: „Das hab ich hier lange nicht mehr gesehen.“

Der Sonntag, an dem die langen Läufe über die Marathon- und Halbmarathon-Distanz anstehen, begann nebelverhangen. Schon bald zeigte sich aber die Sonne, und diesmal blieb sie auch. Freude bei den Zuschauern, ächzen dagegen bei den Läufern: Die Runde über 21 Kilometer nach Möhringen und Nendingen (beim Marathon muss sie zweimal gelaufen werden) bietet kaum Schatten. Nicht nur Halbmarathon-Sieger Fabian Schnekenburger freute sich da, dass es diesmal alle 2,5 Kilometer Wasser-Nachschub an den Verpflegungsstellen gab. „Verpflichtend sind alle fünf Kilometer, weil uns vergangenes Jahr aber Kritik erreicht hat, haben wir da nachgebessert“, erläutert Organisator Ulrich.

Einige Schwächeanfälle

Dennoch blieb es nicht aus, dass einige Läufer aufgeben mussten. „Einige Schwächeanfälle und Erschöpfungszustände, vor allem der Hitze geschuldet“ verzeichnete DRK-Einsatzleiter Thomas Schad. Hinzu seien einige Stürze bei den Schülerläufen gekommen, die vor allem beim Start passieren, wenn einige Kinder überhastet loslaufen.

Die genaue Zahl der Verletzten konnte er am Sonntagabend noch nicht nennen, sie befinde sich aber „im normalen Rahmen“. Ein Läufer sei zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden, alle anderen wurden im Zelt im Veranstaltungsbereich behandelt „und per Fuß wieder entlassen“, so Schad.

Bleibt der Ausblick auf das kommende Jahr, denn der Termin für run & fun 2019 steht fest: Alle Läufer sollten sich den 29. und 30. Juni vormerken.

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