Verbindung zwischen Aldingen und Wehingen rückt in den Fokus

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Die Wirtschaftskraft von Gosheim, etwa durch die Berthold Hermle AG (Bildmitte) sorgt dafür, dass die Verkehrsachse Aldingen-Gos
Die Wirtschaftskraft von Gosheim, etwa durch die Berthold Hermle AG (Bildmitte) sorgt dafür, dass die Verkehrsachse Aldingen-Gosheim-Wehingen immer wichtiger wirf. (Foto: Gerhard Plessing)
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Die Versammlung des Regionalverbands Schwarzwald-Baar-Heuberg hat in seiner Sitzung am Freitagvormittag im Sitzungssaal des Tuttlinger Landratsamts die Gesamtfortschreibung des Regionalplans zur Raum- und Siedlungsstruktur bei einer Enthaltung verabschiedet.

In diesem Zug werden Hüfingen und Bräunlingen zu einem gemeinsamen Unterzentrum hochgestuft, auch Bad Dürrheim gilt fortan als Unterzentrum. Die Entscheidung darüber war bereits im Dezember 2017 gefallen.

Mit der Fortschreibung werden weitere Planansätze zu regionalen Entwicklungsachsen aufgenommen. Neben der Beibehaltung der bisherigen regionalen Entwicklungsachse Rottweil-Dunningen-Schramberg-Schiltach kommen drei weitere hinzu: Blumberg-Stühlingen, Sulz/Oberndorf-Dornhan-Regionsgrenze in Richtung Alpirsbach und Aldingen-Gosheim-Wehingen.

Für Letztere gilt laut der Sitzungsvorlage: „Angesichts der intensiven Verflechtung und starken Unternehmen soll die Achse als regionale Entwicklungsachse neu ausgewiesen werden und damit die intensiven räumlichen Verflechtungen stärker in das Bewusstsein der Regionalplanung und -entwicklung rücken und so gefördert werden.“ Der zweispurige Ausbau der Landesstraße 433 zwischen Denkingen und Gosheim ist für den Sommer des kommenden Jahres bereits beschlossene Sache (wir berichteten). Zudem gibt es in der Region laut des Landesentwicklungsplans (LEP) von 2002 insgesamt acht Landesentwicklungsachsen.

Anpassung an die Realität

Laut Fritz Link (CDU) tragen die neuen regionalen Entwicklungsachsen der verkehrlichen und der wirtschaftlichen Entwicklung der Region Rechnung. Somit würden die tatsächlichen Gegebenheiten dem LEP angeglichen. Gerd Hieber (FW) betonte, dass die Region mit den Entwicklungsachsen gegenüber dem Land ihren Anspruch besser geltend machen könne und damit die Straßen entsprechend bedacht und ausgebaut werden könnten.

Für Anton Knapp (SPD) steht fest, dass die Entwicklungsachsen jenseits der Regionsgrenze auch fortgeführt werden müssen, „damit kein Bruch entsteht“. Ähnlich argumentierte am Freitag auch Hermann Acker (FW) und Andrea Kanold (FDP). Der Verbandsdirektor Jürgen Guse (CDU) betonte, dass die regionale Absprache etwa schon bei der Verbindung von Blumberg nach Stühlingen-Weizen (Kreis Waldshut) erfolgt sei. Für Hermann Polzer (Bündnis 90/Die Grünen/ÖPD) geht hingegen die Ausweisung der Entwicklungsachsen nicht mit einer „Steilvorlage für Straßenbauprojekte“ einher.

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