Umgehung Nendingen kommt wohl nicht

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 An dieser Stelle war der erste Teilabschnitt der Nendinger Ortsumgehung in Richtung Tuttlingen geplant.
An dieser Stelle war der erste Teilabschnitt der Nendinger Ortsumgehung in Richtung Tuttlingen geplant. (Foto: Simon Schneider)
Schwäbische Zeitung

Das Nendinger Gewerbegebiet Brenner soll über eine Trasse entlang der Bahnlinie erschlossen werden. Außerdem soll der Verkehr in der bestehenden Ortsdurchfahrt gebremst werden. Damit reagiert die Stadt auf die Aussicht, dass die Ortsumgehung auch langfristig nicht realistisch ist.

„An der Ortsumfahrung in der alten Planung festzuhalten, ist wenig klug“, so Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck. Schließich seien die Signale aus dem Verkehrsministerium mehr als deutlich gewesen: In Anbetracht der hohen Kosten sei auch langfristig nicht mit einer Umgehung zu rechnen – zumal es zahlreiche andere Orte gebe, in denen die Belastung durch Durchgangsverkehr noch größer sei, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Mehrheitlich empfahl der Technische Ausschuss des Gemeinderats Tuttlingen nun, zumindest für das Gewerbegebiet Brenner eine neue Erschließungsstraße zu bauen – und zwar in eigener Regie der Stadt. Diese soll dafür sorgen, dass zumindest Pendler und Lastwagen nicht mehr komplett durch den Ort fahren.

Angedacht ist eine Trasse, die beim Kreisverkehr Nendinger Allee in Tuttlingen beginnt und parallel zur Bahnlinie nach Nendingen führt. Diese 2,2 Kilometer lange Strecke würde rund 4,4 Millionen Euro kosten, so die Stadt. Geprüft werden soll auch, ob hier Fördergelder möglich sind. Parallel dazu sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie bereits kurzfristig die Lage an der Ortsdurchfahrt verbessert werden kann – zum Beispiel durch Geschwindigkeitsreduzierungen.

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