Tuwass bleibt wegen Corona geschlossen

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 Volles Haus: Das TuWass gehört um die Jahreswende zu den beliebtesten Freizeitvergnügen in Tuttlingen und Umgebung. Nun muss es
Volles Haus: Das TuWass gehört um die Jahreswende zu den beliebtesten Freizeitvergnügen in Tuttlingen und Umgebung. Nun muss es vorerst geschlossen bleiben. (Foto: Dorothea Hecht/Archiv)
Schwäbische Zeitung

Nachdem alle Veranstaltungen ab 200 Personen abgesagt wurden, ergreift die Stadt Tuttlingen weitere Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen: Das Freizeitbad Tuwass bleibt ab Montag geschlossen. Auch an Kirchen und Moscheen wurden Handreichungen verteilt.

Die Stadt macht weiter ernst in Sachen Corona-Prävention. „Sauna, Dampfraum oder Umkleidekabinen – auch bei guter Hygiene und ausreichender Chlorierung sind dies mögliche Übertragungsorte für Viren“, teilt Oberbürgermeister Michael Beck mit. Vorsichtsmaßnahmen, wie sie in der am Donnerstag erlassenen Allgemeinverfügung genannt werden, greifen hier nur bedingt. Aus diesem Grund bleibt das Freizeit- und Thermalbad ab Montag bis auf weiteres geschlossen. Die Stadtwerke werden die Zeit nutzen, um einen Teil der jährlichen Revisionsarbeiten vorzuziehen. Geschlossen wurde bis auf Weiteres auch das JuKuz

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Strenge Vorsichtsmaßnahmen gelten auch für Kirchen, Moscheegemeinden und andere Glaubensgemeinschaften.“ Die in der Verfügung genannte Obergrenze von 200 Teilnehmern gelte auch hier, um eventuelle Infektionen nachvollziehen zu können, müssen die Gemeinden die Besucher notieren – idealerweise durch Anwesenheitslisten. Auch sollten Handlungen unterbleiben, die eine Infektion begünstigen – zum Beispiel die Mundkommunion oder der Friedensgruß.

Mit klaren Sicherheitsempfehlungen hat sich OB Michael Beck auch an die Senioren- und Pflegeheime der Stadt gewandt. „Ich habe in Gesprächen mit den Heimleitungen daran appelliert, die Zahl der Besucher drastisch einzuschränken oder die Heime so gut es geht ganz für Externe zu schießen“, so Beck. Schließlich seien alte und kranke Menschen am stärksten gefährdet.

Ab Montag gelten bei der Stadtverwaltung auch intern neue Regeln: Um zu gewährleisten, dass die Verwaltung im Fall einer grassierenden Epidemie arbeitsfähig bleibt, werden Teile der Mitarbeiter nach Hause geschickt, um im Home Office zu arbeiten oder frei zu nehmen Auf diese Weise soll gewährleistet bleiben, dass gesunde Mitarbeiter quasi als Reserve zur Verfügung stehen, falls andere Kollege erkranken. Außerdem werden verschiedene Teams vorübergehend räumlich getrennt, so dass im Fall einer Erkrankung nur ein Teil in Quarantäne geschickt werden muss. In diesem Zusammenhang werden ab Montag die Geschäftsstellen in Möhringen und Eßlingen geschlossen. Auch im Rathaus kann es unter Umständen zu längere Wartezeiten kommen.

Als weitere Vorsichtsmaßnahme werden ab Montag die Sitzung des Gemeinderates in die Stadthalle verlegt. Dort kann ein größerer Sicherheitsabstand zwischen den Sitzungsteilnehmern eingehalten werden als im Ratssaal.

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