Tuttlinger Wochenmarkt ist trotz Conora Anlaufstation der Kunden

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Menschen an einem Martkstand
Das Markttreiben wird aufrecht erhalten - es gehört zur Grundversorgung der Tuttlinger. (Foto: Kevin Rudner)
Julie Münster

Der Wochenmarkt in Tuttlingen gehört zur Grundversorgung und findet nach wie vor statt. Unsere Praktikantin Julie Münster hat bei den Marktbestückern zur veränderten Situation seit dem Auftreten des Coronavirus nachgefragt.

Sie halte die üblichen Hygienemaßnahmen wie Händewaschen ein und achte auf genügend Mindestabstand, sagt Michaela Kaiser, Markthändlerin des Standes Bioland. Den Marktbetrieb durch das Coronavirus einzustellen sei keine Option. „Viele Markthändler verdienen sonst nichts mehr, und außerdem brauchen die Menschen etwas zu essen“, sagt Kaiser.

Es gibt mehr Leute die ein wenig hamstern, aber keine Extreme. 

Michaela Kaiser, Markthändlerin des Standes Bioland

Auf die Frage, ob sich das Kaufverhalten der Tuttlinger Bevölkerung verändert hat, sagt sie: „Es gibt mehr Leute die ein wenig hamstern, aber keine Extreme.“

Wolfgang Fischer von Blumen Fischer aus Tuningen hat keine Panik vor dem Coronavirus. Noch ist nicht klar, ob er seine Ware aus den Niederlanden nach der Schließung der Grenzen weiterhin bekommt. „Mit den Setzlingen kann was im Garten gepflanzt werden“, sagt Fischer weiter. Damit sei auch etwas für die Grundversorgung getan. Auch der Verkauf von Blumen läuft gut.

Mehr Kartoffeln und haltbare Lebensmittel

„Die Menschen brauchen etwas Buntes und Fröhliches in dieser Zeit“ erklärt Fischer. Auch er habe die Einstellung des Marktbetriebes noch nicht in Erwägung gezogen. „Wenn die Anordnung von oben kommt, dann gilt es für alle“, sagt Fischer achselzuckend. Einen Unterschied merkt der Blumenhändler an: Seit das Rathaus ab Montag geschlossen hat, „sind kaum noch öffentliche Toiletten verfügbar“.

Der Markthändler Martin Lafar stellt bei den Tuttlingern fest, dass eine höhere Nachfrage bei Kartoffeln und Ähnlichem besteht. „Obst kann man nicht lang einlagern“, erläutert Lafar. Dafür würden die Menschen weiterhin einkaufen gehen. Der Markthändler des Standes Solmaz Obst-Gemüse-Süd kann dies bestätigen. Dieser habe am Montag nach seiner Einschätzung etwa 20 Prozent mehr verkauft als sonst auf dem Markt.

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